Kornél Fabriczy
Sonstige - andere
* Levoča, 3. September 1839 – † Göttingen, 5. Oktober 1910 / Eisenbahningenieur, Kunsthistoriker, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (1903); Sohn des Rechtsanwalts Sámuel Fabriczy (Poprád). Er absolvierte das Gymnasium in Levoča von 1850 bis 1857. Von 1857 bis 1858 studierte er am Polytechnikum Wien, anschließend von 1861 bis 1863 an den Polytechnischen Hochschulen Karlsruhe und Zürich und erwarb dort ein Diplom als Eisenbahningenieur. Zwischen 1863 und 1868 war er bei der Württembergischen Eisenbahn und ab 1868 bei der Ungarischen Eisenbahn tätig. Von 1871 bis 1873 arbeitete er als Bauleiter beim Bau der Gömörer Eisenbahnen. 1876 orientierte er sich fortan beruflich neu und widmete sich fortan ganz dem Studium der Kunstgeschichte. Von 1876 bis 1878 hielt er sich in Italien auf, hauptsächlich in Rom und Neapel, und von 1878 bis 1880 in Paris und London. Ende 1880 ließ er sich in Stuttgart nieder und heiratete Zsófia Ziegler. Später zog er mit seiner Familie nach Tübingen. Er wurde vor allem als Forscher der italienischen Architektur und Skulptur des 15. Jahrhunderts bekannt und verfolgte auch das künstlerische und kulturelle Leben in Ungarn. Er vermachte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften 250.000 Kronen. Seine Hauptwerke: Zur Kunstgeschichte der Hohenstaufenzeit, 1879; Il Libro di Antonio Billi e le sue copie nella biblioteca nazionale di Firenze, 1891; Filippo Brunelleschi Sein Leben und seine Werke, 1892; Il codice dell’ anonimo Gaddiano, 1892. Die Handzeichnungen Giulianos da Sangallo, 1902, ; Medaillen der italienischen Renaissance, 1915.