Kirche des Erzengels Michael, Zobordarázs

Kirche des Erzengels Michael, Zobordarázs

Gebäude, Struktur

Der Name des Dorfes Darázs erscheint erstmals 1113 in der königlichen Urkunde der Benediktinerabtei Zobor Hill, damals noch als Drasey. (Das Präfix Zobor wurde 1910 hinzugefügt, um es von Darázsi im Komitat Hont, ebenfalls aus der Árpád-Ära, zu unterscheiden.) 1349 taucht die Siedlung als Darasy im Besitz des Benediktinerordens wieder auf, danach verliert sich ihr Name für Jahrhunderte aus den schriftlichen Quellen. Ihr Schicksal teilte sie mit der Stadt, als die Türken 1663 die Burg Nitra eroberten. Als Dank nach der Eroberung kümmerte sich das Bistum um die Wiederansiedlung und den Bau der Kirche San Francesco Xavéri. Das Plateau oberhalb des Dorfes, das bis zu 174 Meter hoch liegt, ist nach einer fünfzehnstündigen Wanderung auf dem Waldweg zu erreichen. Ein gewaltiger Dolomitfelsen erhebt sich über die Ebene des Flusses Nitra, sein westlicher Rand mündet in eine steile Schlucht. Unweit davon befindet sich eines der schönsten und am besten erhaltenen Denkmäler des Karpatenbeckens. Es wurde im 12. Jahrhundert zu Ehren des Erzengels Michael erbaut. Das Kirchenschiff ist fünf Meter breit und sechseinhalb Meter lang. Der geradlinige, von einem eisernen Türflügel geschützte Eingang öffnet sich an der Südseite, darüber befinden sich drei romanische Trichterfenster in regelmäßiger Anordnung. Der schlanke, mit Stein bekrönte Turm, der auf einem steinernen Chor ruht, erhebt sich über dem Westgiebel. Der nach Osten ausgerichtete Altarraum schließt mit einem Halbkreisbogen ab, in dessen Achse sich eine schräge, schlichte romanische Fensteröffnung befindet. Der Giebel ist mit einem gemauerten, normannischen Wolfszahnfries verziert. Die Verzierung ähnelt dem gezahnten Torbogen der Kapelle des königlichen Palastes in Esztergom aus dem späten 12. Jahrhundert. Die Mauern des Gebäudes, größtenteils aus Ziegeln und Bruchsteinen errichtet, wurden mit großen Ecksteinen verstärkt. Um die Kirche herum wurden die Überreste einer mittelalterlichen Sänfte und einer Friedhofsmauer freigelegt. Die Grabfunde datieren aus dem 11. bis 17. Jahrhundert, der Zeit unter ungarischer Herrschaft.

Inventarnummer:

2514

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Nyitra (Zobordarázs)   (Zobordarázs - a település északi részén lévő dombtető - Dražovce)