Erinnerungen an den Steinbruchbetrieb
Sonstige - andere
Pográny ist reich an Bodenschätzen. In der Vergangenheit gab es auf dem Mál-Hügel bedeutende Bergbau- und Steinbruchaktivitäten, und auch heute noch wird hier Kalkstein abgebaut. Der Kalkstein aus der Trias und dem Jura lieferte jahrzehntelang hervorragendes Baumaterial. In den an Kolon angrenzenden Gebieten kommen auch Marmor und marmorierter Kalkstein vor, die sich für Ziersteine eignen. Der Grenzstein Márványkő (Maruankeő) wurde bereits 1626 erwähnt. Aus dem Pográny-Kalkstein wurde auch Kalk gebrannt (ein Brennofen in der Region ist bereits Anfang des 12. Jahrhunderts belegt). Der Kleinadelige Imre Tarkó betrieb hier schon 1824 einen Kalksteinbruch. Später gewannen auch Gusztáv Rogge und Samu Engel an derselben Stelle Kalk. Gusztáv Braun, der ansonsten in Csitár tätig war, brannte ebenfalls Pográny-Kalk. Laut dem zeitgenössischen Nyitramegyei Szemle war der Kalk von Pográny „in der weiten Umgebung unvergleichlich, weiß und fettig“. Die Kalkbrennerei wurde 1938 eingestellt, und der örtliche Steinbruchbetrieb wurde 1948 verstaatlicht. Ein kleinerer Steinbruch wurde ab 1957 von der örtlichen Landwirtschaftskooperative für den Eigenbedarf und den Verkauf genutzt, ist aber heute stillgelegt. 1888 entdeckte der ortsansässige Ingenieur Gusztáv Rogge ein Eisenerzvorkommen und erhielt von den Bergämtern die Genehmigung zur weiteren Erkundung. Die damalige Presse berichtete begeistert darüber und hatte bereits die Eisenerzgruben von Pográny vorhergesagt. Brauner Eisenerz (Limonit) kommt auch heute noch in der Kalksteinumgebung vor, sein Abbau ist jedoch unwirtschaftlich. Im Dorf wird weiterhin Steinbruchbetrieb geführt, und einer der größten Steinbrecher der Region befindet sich hier. Das Gestein wird zerkleinert und sortiert und anschließend hauptsächlich für den Haus- und Straßenbau verwendet. Im Steinbruch öffnen sich häufig Höhlen, mit Stalaktiten und Spalten verzierte Steinhöhlen, die nicht unter Schutz stehen. Sammler finden in den Steinbrüchen auch prächtige und seltene Mineralien (Kalzit, Apatit, Lublin usw.). Ein kleiner Teil des Dorfrandes wird von den dünneren Braunkohle- und Lignitschichten des Béláder Kohlebeckens bedeckt, das mehr als zehn Millionen Tonnen Kohle enthält.