St. Elisabeth-Kirche
Gebäude, Struktur
Die Kirche wurde 1909/10 im Jugendstil nach dem Nachlass von Graf Rudolf Kőrfy, der 1906 starb, erbaut und diente sowohl als Dorfkirche als auch als Grabstätte der Familie Kőrfy. Ihr Erbauer, István Medgyaszay, war einer der originellsten ungarischen Architekten seiner Zeit und ein Pionier des Stahlbetonbaus in Ungarn. Sie ist die erste Kirche seiner Zeit in Ungarn, die vollständig aus Stahlbeton errichtet wurde. Anstelle der üblichen Kirchenschiffe besteht die Kirche aus einer achteckigen, lichtdurchfluteten Kuppelhalle. Die Kuppel ist von einer 8 cm dicken Stahlbetonschale bedeckt. Separat vom Kirchengebäude steht der sich nach oben verjüngende Glockenturm, der deutlich von der Körösfő-Kirche in Kalotaszeg, Siebenbürgen, inspiriert ist und von einer 4 cm dicken Stahlbetonkonstruktion getragen wird. An jeder Ecke der Kuppel befinden sich acht Engel, Werke des Bildhauers Ferenc Sidló. Über dem Eingang prangt ein Jugendstilbild. Fünf Stufen führen hinauf zum Eingang, der von einem geschwungenen, blumenverzierten Geländer geziert wird. Die Fenster zeigen florale Motive im ungarischen Stil. Das Innere der Kirche war ursprünglich viel schlichter, die Bemalung stammt aus einer späteren Zeit, und die Heiligenfiguren im Inneren wurden von Gläubigen gestiftet. Auf dem Altar befindet sich ein weißes Marmorrelief der Heiligen Elisabeth, ein Werk des Bildhauers György Vass. Das ursprünglich monochrome Relief wurde später koloriert.