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Gedenkstätte für Miklós Duray

Miklós Duray (geboren am 18. Juli 1945 in Losonc – gestorben am 30. Dezember 2022) war eine herausragende Persönlichkeit der ungarischen Gemeinde im Hochland. Sein Leben umfasste eine Karriere als Geologe und engagierte sich in harten politischen Kämpfen. Zur Zeit seiner Geburt begann die dunkelste Periode der Verfolgung der Ungarn in der Tschechoslowakei, die seinen zielstrebigen Lebensweg prägte. Als junger Mann schloss er sein Geologiestudium an der Komenský-Universität in Bratislava ab und arbeitete anschließend an der Slowakischen Akademie der Wissenschaften und bei Doprastav – doch das war erst der Anfang. Bereits als Student setzte er sich aktiv für die Rechte der ungarischen Minderheit ein und beteiligte sich an demokratischen Menschenrechtsbewegungen. Diese Leidenschaft veranlasste ihn, das Ungarische Komitee zum Schutz der Menschenrechte in der Tschechoslowakei (den Vorläufer der späteren „Einheitsbewegung“) zu gründen und die Charta 77 zu unterzeichnen. In den 1980er Jahren wurde er mehrmals verhaftet – die Anklagen waren politisch motiviert und unrechtmäßig. Internationale Proteste im Osten wie im Westen führten zu seiner Freilassung durch das Eingreifen von Amnesty International, dem PEN Club und anderen Organisationen. Nach dem Regimewechsel spielte er eine Schlüsselrolle in der politischen Organisation der Ungarn im Hochland. Er beteiligte sich an der Gründung der „Einheitsbewegung“ und war Mitbegründer des Parteienbündnisses, aus dem später die Ungarische Koalitionspartei (MKP) hervorging – die die Wahlmacht der ungarischen Bevölkerung vereinte. Auch als Schriftsteller blieb er aktiv: Seine Bücher in Form von Dokumenten, Essays, politischen Studien und einem Erzählband zeugen von seinem Engagement. Dutzende seiner unabhängigen Bände wurden veröffentlicht, darunter Kutyaszörtó I., Kettős előnkában, Csillagszilánk és tóvistórek, Autódelkezési épiságinek, Ne férj, jsz higgy! und viele andere.

Sein Hauptziel war nicht das Streben nach Macht, sondern die spirituelle und intellektuelle Annäherung der Minderheitengemeinschaft. Mit seinen Worten: „Was ich tat, betrachtete ich nie als Opfer, sondern tat es, weil es mir selbstverständlich erschien“ – und diese Überzeugung wurde zu seinem bedeutendsten Vermächtnis. Er starb am 30. Dezember, doch sein Lebenswerk lebt in seinen Schriften, seinem politischen und gesellschaftlichen Engagement sowie den Gedenkveranstaltungen in Losonc und der gesamten Region Felvidék fort – beispielsweise dem Gedenktag zum 35. Jahrestag der Együttélés-Bewegung.

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