Dreifaltigkeitsstatue, Léva
Sakrales kleines Denkmal
Die Dreifaltigkeitssäule befindet sich gegenüber der römisch-katholischen St.-Josephs-Kirche und vor der ehemaligen Lehrerseminar (heute eine Zweigstelle der Reformierten Universität Károli Gáspár). Die Skulpturengruppe wurde 1777 von dem Adligen János Huszár aus Leva errichtet. Laut Dokumenten wurde sie 1790 renoviert. Die Statue des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, die die Jungfrau Maria krönen, wurde auf die reich verzierte Steinsäule gesetzt. Auf dem hohen Sockel der Säule mit gleichschenkligem Kreuzgrundriss standen ursprünglich vier Heiligenstatuen – der Heilige Sebastian, der Heilige Johannes Nepomuk, der Heilige Johannes der Täufer und der Heilige Rochus –, die in die vier Himmelsrichtungen blickten. Früher war es üblich, ähnliche Statuen und Statuengruppen der Heiligen Dreifaltigkeit, Marias und der Pest im öffentlichen Raum aufzustellen, um so Gottes Hilfe zu erbitten oder Dankbarkeit für die Rettung vor Katastrophen wie Feuer, Überschwemmungen, Cholera- und Pestepidemien auszudrücken. Die Dreifaltigkeitssäule blieb in Levain 180 Jahre lang, bis in die 1950er Jahre, unverändert. Dies belegen alte Postkarten und Fotografien, die dem Rettungskomitee vorlagen. Laut einer Fotografie aus dem Jahr 1970 befanden sich nur noch die ersten beiden Heiligen auf dem Sockel. Die Statue des Heiligen Johannes Nepomuk wurde vom Ostflügel des Fundaments in den Nordflügel versetzt. Auf dem Sockel der Säule sind die Statuen des Heiligen Sebastian und des Heiligen Johannes Nepomuk bis heute erhalten, jedoch stark beschädigt. Vandalen stürzten zuerst die Statue des Heiligen Sebastian, dann die des Heiligen Johannes Nepomuk. Beide wurden in vielen Bruchstücken im Museum aufbewahrt. Die Statuengruppe der Heiligen Dreifaltigkeit wurde 2013/14 restauriert. Die Organisatoren planten ihre Wiederweihe für den 15. September 2014, den Mariä-Passionstag. Die Restaurierung wurde vom Ehepaar Tariška aus Nagykoszmály durchgeführt, das den Großteil der Arbeiten vor Ort erledigte. Die fehlenden Statuen wurden anhand gesammelter Fotografien und Postkarten ersetzt.