Statue der Heiligen Dreifaltigkeit
Sakrales kleines Denkmal
Hinter der Kirche, auf einem künstlich angelegten Hügel von etwa einem halben Meter Höhe, steht dieses Denkmal im klassizistischen Stil. Mit ihm gedachte die Bevölkerung von Gúta der gefährlichen Choleraepidemie, die 1831 viele Menschenleben forderte. Es ist von einem achteckigen, schwarz gestrichenen, aber bereits stark verwitterten schmiedeeisernen Zaun umgeben, dessen Tor fehlt. Der Zaun ist an der Nordwestseite beschädigt und verbogen. Links vom Tor befindet sich eine 85 cm hohe, zylindrische Säule aus Kunststein, die möglicherweise einst den Platz für die Gedenktafel markierte. Der Sockel des Denkmals besteht aus Süttő-Marmor, die Skulpturengruppe und die sie tragende zylindrische Säule aus Sandstein, der Sockel selbst aus Beton. Die auf der zylindrischen Säule dargestellten Figuren der Heiligen Dreifaltigkeit sind: links Gottvater mit einem Reichsapfel in der linken Hand, rechts Jesus mit einem Kreuz in der rechten Hand und darüber eine Taube, die den Heiligen Geist symbolisiert und von goldenen Strahlen umgeben ist. Vater und Sohn halten eine Krone über dem Haupt der vor ihnen knienden Jungfrau Maria. Der Sockel ist eine quadratische Säule, die sich nach oben hin verjüngt und wieder verbreitert. Vorder- und Rückseite des Mittelteils wurden vom Künstler so gestaltet, als ob eine rechteckige, 1 cm dicke Tafel darauf läge. Beide Tafeln tragen eine Inschrift in 3,3 cm hohen Bronzebuchstaben, die jedoch inzwischen abgenutzt ist. Die Inschrift auf der Vorderseite lautet: „Heilige Dreifaltigkeit, ein Gott, erbarme dich unser. Heilige Jungfrau Maria, bitte für uns.“ Die Inschrift auf der Rückseite der Tafel lautet: „Erinnerung, die wir haben.“ Aufgerichtet mit gemeinsamem Eifer von den Bürgern unserer Stadt Gutta, als die gefährliche Cholera-Epidemie plötzlich über uns hereinbrach und viele von uns mit einem qualvollen Tod dahinraffte. 1831 ESZ: SZ: JAKAB HAVA 31 ; ; Statue-Details: ; Abmessungen des umschlossenen Bereichs: 566 cm x 605 cm ; Abmessungen des Sockels: 280 cm x 280 cm ; Abmessungen des unteren Teils des Sockels: 250 cm x 250 cm ; Höhe des Sockels: 208 cm ; Abmessungen der Gedenktafeln: 78 cm x 111 cm ; Ausrichtung der Statue: Südosten ; Den Informanten zufolge versammelte sich die Stadtbevölkerung in der Zwischenkriegszeit nach der Sonntagsmesse an der Dreifaltigkeitsstatue. Dort verkündeten die städtischen Amtsträger die Neuigkeiten (2, 3, 8). Die bereits erwähnte Stiftungsurkunde vom 29. Juni 1910, die sich auf das Kruzifix neben der Kirche bezieht, enthält ebenfalls Informationen über die Dreifaltigkeitsstatue. Demnach wurde die Statue, die bis 1910 von der Stadt unterhalten wurde, anschließend der Pfarrei anvertraut. Es wurde keine separate Stiftung für die Statue gegründet. Die Stiftungsurkunde besagt, dass sich neben der Dreifaltigkeitsstatue ein abschließbarer Steinkasten befand, in den die Gläubigen ihre Spenden einwarfen. Die „Einnahmen“ der Statue bestanden demnach aus den Geldbeträgen, die die Gläubigen in den Kasten legten (GPH, Stiftungsurkunde, 3987/1910).