Skulpturengruppe der Heiligen Dreifaltigkeit
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Die mittelalterliche Siedlung, die sich auf und um den Burgberg entwickelte und Spuren alter Siedlungen bewahrt, war vom 16. Jahrhundert an drei Jahrhunderte lang die Hauptstadt des Königreichs Ungarn. Die Dreifaltigkeitsstatuengruppe wurde im 18. Jahrhundert auf dem ehemaligen Marktplatz am Donauufer errichtet, als städtisches Gelübde im Zusammenhang mit der Pestepidemie, die die Region 1713 verwüstete, abgelegt wurde. Die in der Mitte der Statuengruppe aufragende, aus Kalkstein gehauene und von einem Balusterzaun umgebene Säule zeigt ein Symbol der Dreifaltigkeit mit einem vergoldeten Heiligenschein. Auf dem Sockel der Säule befinden sich kleinere Figuren, und innerhalb des vom Zaun umschlossenen Bereichs sind größere barocke Figuren, ebenfalls aus Kalkstein gehauen, sowie Heilige zu sehen, darunter König Stephan, der der Jungfrau Maria die Heilige Krone darbringt. Die Pestsäule und die Skulpturengruppe, errichtet zum Gedenken an die Pestepidemie von 1710–1713 und später ergänzt und mit weiteren Figuren renoviert, wurden von dem Hainburger Steinmetz Martin Victor und dem Bildhauer József Sartory (Josef/Jozef Sartory) (1728–1789) geschaffen. Möglicherweise wirkten neben ihnen noch weitere Künstler an der Entstehung der Säule und der Skulpturen mit. Drei Reliefs sind auf dem Sockel zu sehen: – Die letzte Salbung – Die Thronbesteigung – Die heilige Rosalia. Laut der Inschrift am Rand des Reliefs, das die letzte Salbung darstellt, wurde das Denkmal von Ágost Keresztély (Christian August von Sachsen-Zeitz) gestiftet. Die Skulpturen auf dem Sockel: – Der heilige Karl Borromäus (mit Doppelkreuz). - Der heilige Rókus (mit einer Wunde am Knie); - Der heilige Andreas (mit dem Andreaskreuz); Die Nebenfiguren um die Säule: - Der heilige Stephanus, der die Krone darbringt; - Die Jungfrau Maria (Maria Immaculata); (Die beiden Statuen zusammen bedeuten: Der heilige Stephanus, der der Jungfrau Maria die Krone darbringt.); Die Statuen und Reliefs auf dem Sockel entstanden um 1760, während der heilige Stephanus und die Jungfrau Maria auf einer separaten Säule um 1780 geschaffen wurden.