Dreifaltigkeitskirche von Gömörrákos
Gebäude, Struktur
Die Kirche des Dorfes Ertásfalu, erbaut in der späten Árpádenzeit, stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert und ist im spätromanischen Stil gehalten. Es handelt sich um ein einschiffiges, halbrundes, turmloses Gebäude mit drei halbrunden Fenstern im Kirchenschiff und zwei im Altarraum. Die Kirche wurde im 16. bis 18. Jahrhundert mehrmals umgebaut. Ihre hölzerne, bemalte Flachdecke und die Möbel stammen aus dem Barockstil des 17. Jahrhunderts. Die wertvollsten Schätze der Kirche sind die Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die auf einer besonders großen Fläche erhalten geblieben sind. Sie bedecken die Wände des Kirchenschiffs, des Triumphbogens und des Altarraums und bilden eines der bedeutendsten Freskenensembles in Gömör. In den eng beieinanderliegenden Bildfeldern sind biblische Figuren, Darstellungen ungarischer Heiliger und Szenen aus der Legende des Heiligen Ladislaus zu sehen. Über dem südlichen Kircheneingang befindet sich außen ein Fresko, das nach dem Abriss des an die Kirche angebauten Vestibüls in der Neuzeit sichtbar wurde. Neben der Kirche, die einst von einem Friedhof umgeben war, steht ein kleiner hölzerner Glockenturm mit Steinsockel und einem dazugehörigen elektrischen Schaltschrank.