Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit
Gebäude, Struktur
Die heutige spätbarocke römisch-katholische Kirche wurde 1797 zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit erbaut. Zwei Marmortafeln in Ipolyvarbó erinnern ebenfalls an den Erbauer der Kirche. Eine befindet sich über dem Haupteingang, die andere wurde 1897, zum 100-jährigen Bestehen der Kirche, von Sándor Szentiványis Enkel im Altarraum angebracht. Der Erbauer der Kirche, Ferenc Szentiványi, ruht in der Krypta unter der Kirche. Die Kirche mit einem einzigen Turm und einem halbrunden Altarraum ist in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Ihr Altarbild zeigt die Heilige Dreifaltigkeit in einer ungewöhnlichen Darstellung. Der Vater mit dem Heiligen Geist ist über dem toten Jesus, umgeben von Engeln, zu sehen. Das Deckenfresko des Altarraums zeigt die Verkündigung, bei der der Engel Gábor der betenden Jungfrau Maria erscheint. Die Fresken sind mit den Bildern der vier Evangelisten in ihren jeweiligen Tiergestalten und mit Engelssymbolen verziert. Das ursprüngliche Fresko stellte die Taufe dar. Unter dem Triumphbogen, rechts, befand sich eine Statue des Herzens Jesu. Jesus ist in einem purpurroten Gewand zu sehen, mit Wunden an den Händen und einem Heiligenschein. Rechts davon steht eine Statue des Unbefleckten Herzens Mariens. … Auch die Statuen der Kirche sind Unikate: Die einzelnen Heiligen sind anders dargestellt als üblich. Die Seitenaltäre des Kirchenschiffs wurden zu Ehren der Unbefleckten Jungfrau Maria und der Schmerzensmutter errichtet. Die Pietà der Letzteren unterscheidet sich ebenfalls von den üblichen Darstellungen ähnlicher Statuen: Hier trägt die Schmerzensmutter ein Gewand und ein rotes Kleid, mit einem durchbohrten Dolch in ihrer linken Hand über dem Herzen. Sie hält Jesus nicht auf dem Schoß: Sie umarmt den Toten mit ihrem rechten Arm unterhalb des Kopfes an seiner Schulter und hält Jesu Arm mit ihrem linken. An der Wand hinter dem Der Altar besteht aus einem mit einem weißen Leichentuch geschmückten Holzkreuz, und darunter ist – natürlich nur an bestimmten Tagen der Karwoche – die Grabeskirche mit der Statue des toten Jesus zu sehen. Die großen Fresken im Kirchenschiff zeigen das Letzte Abendmahl und Mariä Himmelfahrt. Die kleineren Wandfresken stellen einige ungarische Heilige dar, wie König Stephan, Prinz Imre, Elisabeth und Margareta. Auch die Statue der Heiligen Teresa stand im Kirchenschiff, doch hier findet man auch den Heiligen Josef mit dem Jesuskind und einer Lilie in der Hand, den Heiligen Franz von Assisi im Mönchsgewand mit dreifach geknotetem Gürtel und ausgestreckten Armen. Es gibt auch eine Statue des Heiligen Antonius, der das Jesuskind auf seinem Gebetbuch hält und eine Lilie in der linken Hand trägt. Das Jesuskind ist hier in ungewöhnlicher Kleidung dargestellt: Kleine sternförmige Muster zieren ein wunderschönes gelbes Gewand. Auch die Statue, die Jesus vor Pilatus verewigt, ist von großer Schönheit. Die Lourdes-Grotte ist ebenfalls sehenswert. Es befand sich in der Kirche und zeigte die Jungfrau Maria und die heilige Bernadette. Früher war es ein Seitenaltar des heiligen Antonius und des Herzens Jesu. Das Gemälde, das sich heute in der Pfarrkirche befindet, stand vermutlich auf diesem Seitenaltar. … Die meisten Einrichtungsgegenstände der Kirche sind erhalten geblieben. … zum Beispiel die Kirchenbänke im Kirchenschiff und die hölzerne Kanzel, das Taufbecken aus Marmor mit dem Holzschrank. … der alte Beichtstuhl, die Reihe der Stationsbilder in Eichenrahmen. Aber auch die Prozessionsbanner wurden nicht vergessen.