Dr.-Zoltan-Pázmány-Gedenkhaus
Gebäude, Struktur
Sándor Puss, ein Jesuitenmönch aus dem Hochland, suchte fünf Jahre lang nach einem geeigneten Ort für das Pázmány-Gedenkhaus, in dem er auch einen Gedenkraum für Péter Pázmány einrichten wollte. Zuvor war er weder in Nagyszombat noch in der Jesuitenkirche St. Andreas in Komárom, wo sich ebenfalls ein würdiger Platz finden ließ, erfolgreich gewesen. Er hatte den Traum, ihn eines Tages zu verwirklichen, fast schon aufgegeben, als er auf das Dorf Szilas stieß. „Zuerst dachte ich an den Jesuiten László Szilas, dem wir einen Gedenkraum widmen könnten, in dem ich auch meine Pázmány-Bibliothek unterbringen könnte. Doch als sich herausstellte, dass das Dorf tatsächlich stolz auf Dr. Zoltán Pázmány sein konnte, entstand die Idee für ein gemeinsames Pázmány-Gedenkhaus“, sagte Sándor Puss, ein Jesuitenmönch aus dem Hochland. Zoltán Pázmány war Doktor der Rechtswissenschaften und Philosophie sowie Professor an der Juristischen Akademie. Er starb 1948 in Szilas. Er verfasste zahlreiche Originalwerke, übersetzte fiktionale Texte und Fachartikel für die Zeitungen von Komárom, Szekszárd, Bács-Topolya, Kecskemét, Pécs und Debrecen. Mehrere seiner Gedichte, übersetzt aus dem Französischen, Deutschen, Italienischen, Englischen, Schwedischen und Russischen, wurden in den Zeitschriften „Győri Közlöny“ und „Jog“ veröffentlicht. Péter Tóth, der Bürgermeister von Szilas, unterstützte die Idee. „Ich konnte für zehn Jahre eine baufällige Lagerhalle vom Dorf mieten, die wir gemeinsam in ehrenamtlicher Arbeit in eine schöne Kapelle umbauten. Wir schafften das alles in einem halben Jahr und errichteten das Gedenkhaus ohne jegliche Ausschreibungsgelder“, sagte Sándor Puss. Die Eröffnungsfeier des neu erbauten Dr. Zoltán Pázmány-Gedenkhauses fand am 12. September 2015 statt. Péter Tóth, Bürgermeister von Szilas, lud den Initiator des Baus, den Jesuitenmönch Sándor Puss, ein, das Band zum Gedenken zu durchschneiden. Pater Puss sagte, die zehn Jahre, die ihm zur Verfügung stehen, hätten gut begonnen. Die Messlatte sei hoch gelegt. Die Heilige Krone sei nur einen Tag lang ausgestellt gewesen, aber drei wundervolle Emaille-Gemälde der Künstlerin Margit Fehér aus Subotica seien noch im Gedenkhaus zu sehen. Nach dem Ende dieser wertvollen Kunstwerke seien neue Wechselausstellungen geplant. „Da wir uns in unmittelbarer Nähe des Kindergartens befinden, möchte ich mich auf Kinder, Familie und Kindererziehung konzentrieren und dazu passende Ausstellungen planen. Es ist eine große Herausforderung, aber jeder, der mich kennt, weiß, dass ich gerne scheinbar Unmögliches möglich mache“, fügte Pater Puss hinzu.