Apátújfalus Dorfmuseum
Landhaus, Handwerkshaus
Die Gemeindeverwaltung von Apátújfalus erwarb vor einigen Jahren den ehemaligen Lehmbauernhof der Familie Fizel. Das Schild an dem provisorisch renovierten Gebäude weist auf ein Dorfmuseum hin, doch derzeit ist dort vor allem die Sammlung ethnografischer Objekte aus dem Dorf zu besichtigen. Der Boden des zweiräumigen Gebäudes ist gestampft, die Decke besteht aus Holzbalken. In den Räumen befindet sich eine reiche Sammlung von Web- und Spinngeräten. Darunter befinden sich ein Spinnrad, ein Hanfbrecher und ein Hanfkamm, ein Fuß und eine Sohle, ein Spinnrad und eine Spule, eine Haspel und ein etwa 150 Jahre alter Webstuhl. Ein seltenes Stück der Sammlung ist der doppelarmige Doppeltiló. Es gibt auch eine beachtliche Anzahl an Küchenutensilien. Die landwirtschaftlichen Geräte wurden in einem kleinen Schuppen neben dem Bauernhof ausgestellt. Einige Möbelstücke im Dorfmuseum verdienen Beachtung, darunter ein Bauernbett, eine Tulpenkiste und eine Soldatentruhe. Auch an alten Kostümen mangelt es nicht. Die Wände sind mit Heiligenbildern geschmückt, darunter Farbdrucke, die die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind, die Schmerzensmutter Maria mit dem toten Jesus oder das Letzte Abendmahl zeigen. Das Dorfmuseum war ursprünglich eine zweiräumige Spülküche mit Stampflehmboden und Balkendecke. Es ist aus Lehmziegeln erbaut, wurde aber im Laufe der Zeit fachmännisch umgebaut. In seinem kleinen Hof kann man einen Reiherbrunnen mit Gerüst, Brunnenrohr und Peitsche sehen. Hier steht auch ein alter, zweistöckiger Taubenschlag aus Holz auf einem Hügel. Nicht weit vom Gebäude entfernt, an einem der Tore, befindet sich ein älterer, hölzerner Schweinestall.