Statue des Heiligen Georg in Vágsellye

Statue des Heiligen Georg in Vágsellye

Sakrales kleines Denkmal

Die 1808 von einem unbekannten Künstler geschaffene Statue stand ursprünglich vor der Feuerwache am Szent György tér und befindet sich heute vor der Stadtbibliothek. Der nahegelegene Platz wurde kürzlich nach der Statue benannt; zuvor hieß er Dubček tér und war den Einheimischen vor allem als Platz vor dem Einkaufszentrum Olympia bekannt. Die St.-Georgs-Statue steht seit 1963 unter Denkmalschutz und wurde von den beiden Restauratoren András Csütörtöki und Árpád Mézes aus Komárom restauriert. Bei der feierlichen Wiedereinweihung der Statue (im Jahr 2008) lobte Bürgermeister Martin Alföldi die Arbeit, und der örtliche Pfarrer weihte sie. Der heilige Georg ist ein frühchristlicher Heiliger, der der Überlieferung nach unter Kaiser Diokletian den Märtyrertod erlitt. Sein Kult verbreitete sich im frühen Mittelalter im Nahen Osten (Ägypten, Syrien), dann unter den Griechen und schließlich in ganz Europa. Er wurde zum Schutzpatron Englands und Portugals gewählt. Der Legende nach besiegt er den Drachen und befreit die Prinzessin aus der Gefangenschaft. – Diese Legende ist in der Folklore aller europäischen Völker bekannt, und seine ikonografische Darstellung ist weit verbreitet. Sein Vorbild in der griechischen Mythologie ist Perseus, der Andromache aus den Fängen des Seeungeheuers befreit. Die Verehrung des Heiligen Georg tauchte in Ungarn bereits zur Zeit des Heiligen Stephan auf. Seine große Popularität, die im ungarischen Mittelalter ihren Höhepunkt erreichte, belegt die Tatsache, dass zahlreiche Clan-Klöster und Kirchen ihn zu ihrem Schutzpatron wählten. Im Barockzeitalter verblasste sein Kult. Seine Legende ist in Ungarn relativ fragmentarisch überliefert, doch seine Rolle im Volksglauben und in den Bräuchen ist sehr bedeutend.

Inschrift/Symbol:

fragmentarischer lesbarer lateinischer Text

Inventarnummer:

3525

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Vágsellye   (a városi könyvtár előtt)