Die Sauerwasserquelle von Sklabonya

Die Sauerwasserquelle von Sklabonya

Sonstige - andere

„…Die Leute von Bodok können mit ihrem sauren Wasser wirklich stolz sein! Es ist wahrlich ein starkes Wasser, es betäubt Spatzen und Schwalben, wenn sie nicht hoch darüber fliegen…“ ; Wohin ging Magda Gál?, 1882 ; ; Bodok ist der Name des beschaulichen kleinen Dorfes Mikszáth in Szklabonya, das in den Kurzgeschichten der Schriftstellerin vorkommt. Und saures Wasser ist die lokale Bezeichnung für Csevice (ein traditionelles philippinisches Getränk). Die Einwohner von Szklabonya lieben ihr Wasser und trinken es noch heute auf dieselbe Weise wie damals, nur dass es heute nicht mehr in Tonkrüge, sondern in Plastikflaschen abgefüllt wird. Die Quelle und die Geschichte in der Kurzgeschichte „Wohin ging Magda Gál?“ lassen sich nicht mit einem bekannten Ereignis in Verbindung bringen. In der Vorstellung sind Szklabonya, die Quelle, Kálmán Mikszáth und das damalige Leben hier am Fluss Ipoly jedoch eng miteinander verbunden. ; ; „Lasst uns nun einen Moment an dem bereits erwähnten sauren Brunnen, dem Csivice, verweilen. Kálmán liebte diesen kleinen Brunnen ganz besonders“, schreibt Ilona Mauks in ihren Memoiren. „Als wir dort ankamen, setzte er sich auf den Brunnenrand, und er hätte nicht glücklicher sein können, als ich mein kleines Trinkglas mit Henkel aus der Tasche holte. Dann schöpfte er einen Eimer Wasser und nippte daran wie an einem himmlischen Nektar. Was hätte ich denn sonst tun sollen?“ Ich trank seinetwegen daraus, aber es war wirklich sehr schlecht. (S. 114); Doch an diesem sauren Brunnen konnte man nicht nur heilsame Trinkkuren machen und eine Art Heilung erfahren, sondern es geschahen auch andere Dinge. Liebesaffären zum Beispiel und Taten, die die Mädchen von Sklabonya in die Verderbnis trieben. Und das machte die Moral der einheimischen Weißen seltsam. Wie Mikszáth schreibt: „Die Moral der Weißen hier ist so dünn wie ein raschelndes Schilfrohr, ihre Krone ist gebeugt, ihre Wurzeln sind im Sumpf verloren. Und ich werde euch beweisen, dass der einzige Grund dafür dieser Brunnen ist. In prächtigen Kleidern, in knackigen Röcken, ziehen sie vorbei wie Pfauen, spitz, kokett, mit Pfeilen in den Augen. Der Teufel ist, wer diesen Weg ein oder zwei Jahre lang geht.“ (Wohin ging Magda Gál?)

Inventarnummer:

2103

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Kürtösújfalu   (Miszáthfalva határában, a Kürtös patak mellett, az étteremmel szembeni lehajtó után, a híd lábánál, a palojti patak mellett.)