Die reformierte St.-Georgs-Kirche in Pelsőc
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Die reformierte Kirche von Pelsőc – wir sehen die Kirche, die wir täglich sehen, deren separater Glockenturm in ganz Europa eine Seltenheit ist. Pelsőc liegt 20 km südwestlich von Rozsnyó, umgeben von den wunderschönen Hochebenen des Nationalparks Gömör-Tornai Karst. Die frühgotische St.-Georgs-Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Einst stand an der Stelle der heutigen Kirche das Schloss der Familie Bebek. Im 17. Jahrhundert wurde sie im Renaissancestil umgebaut, mit wertvollen Einrichtungsgegenständen und gotischen Wandmalereien, und dient der Familie Bebek als Familien- und Grabkirche. Das Besondere an der Kirche ist der daneben stehende Glockenturm. Das genaue Baujahr des Turms lässt sich nicht bestimmen, aber es ist belegt, dass das Dach 1621 einstürzte, er 1748 wiederaufgebaut, 1870 repariert und seine Mauern erhöht wurden. Damals wurde eine vergoldete Kupferkugel auf die Turmspitze gesetzt, an deren Seite sich eine Mondsichel, ein Hahn und ein Stern befanden. Am 28. September 1883 fegte ein schwerer Sturm über Pelsőc hinweg, der die Turmspitze abriss und die Kupferkugel sowie die Mondsichel bis zum Marktplatz schleuderte. Dank Spenden der Gläubigen konnte der Turm jedoch wieder aufgebaut werden. Er gehörte nicht zum Kirchengebäude, sondern diente vermutlich auch als Stadttor. An seinem Sockel befindet sich ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Helden von Pelsőc. Wir betreten die Kirche durch das Renaissance-Eingangstor. Das Wappen der Familie Bebek und von Pelsőc schmückt beim Betreten der Kirche die hölzerne Empore. Auf dieser Empore sind auch Zitate aus dem Alten und Neuen Testament zu lesen. Die sogenannte Bebek-Kapelle wurde im 16. Jahrhundert an der Nordseite der Kirche errichtet. Dieser Raum wurde auch Rittersaal genannt, war aber vermutlich eine Kapelle, in der Gottesdienste stattfanden. Der Rittersaal ist durch den gotischen Eingang zugänglich. Die gotischen Fenster des Saals sind erhalten geblieben. Der Salon ist im spätgotischen Stil gehalten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich hinter der Saalwand ein weiterer Salon verbirgt. Hier befindet sich der Grabstein des königlichen Kämmerers László Bebek. Die Fresken der Kirche sind im gotischen Teil zu sehen. Leider wurden sie durch zahlreiche Brände und Schlachten beschädigt. Das äußere Fresko zeigt König Stephan und Prinz László in Rittertracht. Daneben befindet sich ein Fresko eines Paulinermönchs aus Gombaszóg. Erwähnenswert sind auch die folgenden Fresken: Die Kreuzigung Jesu und das Letzte Abendmahl, Werke italienischer Maler aus der Zeit um 1350. Das reformierte Symbol, der Kelch, ist ebenfalls im gotischen Teil der Kirche zu sehen. Dieses Bild ist das am besten erhaltene Fresko der Kirche. ; An der Wand der Kanzel ist ein Bibelzitat zu sehen. Über der Kanzel sieht man einen Pelikan, der seine Jungen mit seinem eigenen Blut säugt. ; Der Altar befindet sich im gotischen Teil der Kirche. ; Die Orgel befindet sich auf der Ostempore der Kirche.