Die Kirche der Heiligen Margareta von Sámot

Die Kirche der Heiligen Margareta von Sámot

Gebäude, Struktur

Am Stadtrand von Somorja liegt die Siedlung Sámot, einst Wohnsitz der Leibeigenen der Burg Bratislava und urkundlich als eigenständiges Dorf erwähnt (1238). Heute ist sie eine verlassene Siedlung mit wenigen Hundert Einwohnern, an deren Grenze die St.-Margareten-Kirche aus der Árpád-Ära steht. Die ältesten erhaltenen Dokumente, die ihre Existenz belegen, datieren die Entstehung dieser romanischen Kirche um 1260. Dies wird auch durch die Überreste eines mittelalterlichen Friedhofs und einer Siedlung gestützt, die bei den archäologischen Ausgrabungen von 1978 teilweise freigelegt wurden und von Experten auf das 12. bis 16. Jahrhundert datiert werden. Der bedeutende Polyhistoriker des 19. Jahrhunderts, Arnold Ipolyi, beschreibt den damaligen Zustand und das Aussehen der Kirche in seinem Werk „Denkmäler von Csallóköz“. Der untere Altarraum mit seinem halbkreisförmigen Abschluss und dem eigenen Altar, der vollständig mit dem oberen Kirchenschiff verbunden ist, erinnert an den romanischen Altar oder die Apsis. Obwohl die romanische Bauweise anders ist, hat sie an der Kirche, die mehrmals repariert, renoviert und teilweise aufgegeben wurde, kaum weitere, eindeutige Spuren hinterlassen. Ausnahmen bilden vielleicht ein oder zwei schmale, massive Bogenfenster mit Halbkreisbogen, da dies ein typisches Merkmal der romanischen Bauweise ist. Eines dieser Bogenfenster, das sich von außen nach innen zur Mitte hin verjüngt, ist so schmal, dass es innen nur 10 cm misst. Altarraum und Kirchenschiff sind heute von einem nahezu flachen Dach bedeckt, und auch im Kirchenschiff zeugen nur diese schmalen, bogenförmigen und kunstvoll gegliederten Steinfenster mit Rahmen oder Intarsien von seinem Alter. Ein älteres, grob behauenes Steinbecken, das heute als Weihwasserbecken dient, könnte einst das Baptisterium der Kirche gewesen sein. Eine unscheinbare Gedenktafel an der Fassade erinnert an die Vergangenheit der Kirche. Der neuere, etwa aus dem letzten Jahrhundert stammende Altar trägt folgende Monogramminschrift: Honori S. Margatir. Eterb. S. r. n. s. R. Rs. ss.” ; Laut seiner Beschreibung befand sich die kleine Kapelle zu dieser Zeit bereits im Niedergang, doch einmal jährlich – anlässlich des Abschieds der Kirche – wurde in ihren Mauern eine Messe zu Andachtszwecken gefeiert. Das 20. Jahrhundert und seine turbulenten Jahrzehnte trafen die Kapelle jedoch unerbittlich: Ihre Einrichtung wurde verstreut, und ihre ohnehin schon spärlichen sakralen Funktionen kamen vollständig zum Erliegen: Zwischen 1950 und 1980 diente sie als Getreidespeicher. Seit den Jahrzehnten nach dem Regimewechsel bis heute stehen ihre Räumlichkeiten leer – trotz anfänglich enthusiastischer Ideen und Initiativen. ; Das Innere ähnelt in Struktur und Raumaufteilung anderen Kapellen aus der Árpád-Zeit in Csallóköz: „Der halbkreisförmige Altarraum, der durch einen halbkreisförmigen Triumphbogen mit dem flachgedeckten Kirchenschiff verbunden ist und an dessen Ende sich ein Tonnengewölbe und eine Viertelkuppel befinden, ist ein für diese Epoche typischer Grundriss. Nördlich schließt sich an den Altarraum eine Sakristei an, die ebenfalls mit einem Tonnengewölbe überdacht ist. Die teilweise veränderten, aber halbkreisförmig geschlossenen Fenster der Kirche bewahren die mittelalterliche Atmosphäre. Über der Westgiebelwand erhebt sich ein kleiner, hölzerner Glockenturm – möglicherweise aus dem 19. Jahrhundert.“ Einzigartig ist jedoch der weitgehend unberührte Zustand der Räumlichkeiten: Weder der Altarraum noch die Sakristei wurden im Laufe der Zeit verändert und vermitteln in ihrem ursprünglichen Zustand das architektonische Erbe des Mittelalters. Der Putz wurde von den Wänden entfernt, sodass nur noch Spuren der fragmentarischen mittelalterlichen Malerei übrig sind, die durch die Kalkschicht konserviert wurden. Die Abbildungen der Weihekreuze sind jedoch deutlich erkennbar, und an den Bögen des Tonnengewölbes über dem Altarraum lassen sich Spuren blauer Bemalung entdecken. Die Dachkonstruktion ist eingestürzt, was den Verfall beschleunigt. An vielen Stellen weisen die Wände Kratzer und Löcher auf. Die Kirche befindet sich nun wieder im Besitz der Pfarrei Somorja, doch trotz verschiedener, bisher erfolgloser Bemühungen (Einrichtung eines Ausstellungsraums, Schaffung eines Gemeindezentrums und Wiedereinweihung der Kapelle) schreitet der Verfall weiter voran.

Inventarnummer:

545

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Somorja (Bucsuháza)