Die katholische Kirche von Vága

Die katholische Kirche von Vága

Gebäude, Struktur

Die erste Kirche im Dorf wurde vermutlich Ende des 16. oder in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut. Bis dahin besuchten die Einwohner von Vága die Kirche in Vágszerdahely. Über den Bau der Kirche von Vága liegen keine genauen Informationen vor; wir wissen lediglich, dass sie bei der Kirchenvisitation im Jahr 1562 noch nicht existierte, aber wahrscheinlich vor 1642 erbaut wurde, da eine der Glocken einer späteren Kirche, die möglicherweise von der ersten Kirche stammt, aus dem Jahr 1642 datiert. Die Kirche von Vága wird erstmals 1694 im Kirchenvisitationsbericht erwähnt. Im Kirchenbesuchsbericht von 1756 heißt es: „Von der weiteren Ausstattung der Kirche wissen wir, dass sich im Altarraum eine elegante Kanzel und im Kirchenschiff zwei vergitterte Beichtstühle befanden. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt die Kirche zwei weitere Altäre: rechts außerhalb des Altarraums ein Allerheiligenbild und links ein Erlöserbild. Gemäß mittelalterlicher Sitte gab es um die Kirche einen von einer Mauer umgebenen Friedhof. 1714 war dies noch die einzige Begräbnisstätte. 1761 wurde bereits ein Friedhof außerhalb des Dorfes angelegt, da die Bestattungen rund um die Kirche diese ständig beschädigten. Somit wurde der alte Friedhof in Vága bereits vor den Maßnahmen des Zentralstaates nicht mehr genutzt. Die Kirche wurde 1778 von József Battyány, dem Erzbischof von Esztergom, erbaut. Damals lag die Kirche 350 Schritte vom Altar entfernt.“ Am oberen Ende des Dorfes. Das neu erbaute Kirchenschiff war gewölbt und etwa 8 Meter breit und lang. Das Kirchenschiff maß etwa 18 Meter in der Länge, 10 Meter in der Breite und 10 Meter in der Höhe. Der Chor im Kirchenschiff war für den Kantor und die Orgel vorgesehen. Die Sakristei war 6 Meter lang und 3 Meter breit. Der etwa 30 Meter hohe Kirchturm erhob sich aus der Fassade und trug drei Glocken. Für das Fundament der Kirche wurden die Ziegel des alten Friedhofszauns verwendet. Die Kirche wurde im Barockstil erbaut und 1779 als modernes Gebäude erwähnt. Damals gab es in der Kirche nur einen Altar. Dieser stammte vermutlich aus der alten Kirche. Seine Beschreibung im Kirchenbesuchsbericht von 1756 lautet wie folgt: „Es gibt einen Altar, der zu Ehren des Bischofs St. Nikolaus errichtet wurde. Auf ihm ist sein Bildnis zusammen mit der Statue von Johannes dem Täufer und dem Evangelisten sowie den Königen St. Stephan und Ladislaus zu sehen.“ Die Oberseite des Altars ist mit einem Bild des Erzengels Michael verziert, das zwischen den Statuen der Apostel Petrus und Paulus angebracht ist. Auf dem Hauptaltar der Kirche befindet sich ein Bild des Bischofs von Myra, des Heiligen Nikolaus. Er ist der Schutzpatron der Kirche, weshalb der 6. Dezember als Gedenktag begangen wird. Die Kirche trug folgende Namen: 1694 St. Nikolaus, 1714 am Dreifaltigkeitsfest dem Heiligen Nikolaus geweiht, 1756 St. Nikolaus, 1761 St. Michael, 1779 St. Nikolaus und 1847 St. Nikolaus. Das Deckenfresko zeigt die Heiligen der Árpád-Dynastie: König Stephan, Fürst Imre, König Ladislaus, Elisabeth aus dem Hause Árpád und in der Mitte die Heilige Margareta unter den Engeln. Auch das ungarische Parlament ist auf dem Deckenfresko dargestellt.

Inschrift/Symbol:

Die Eingangsinschrift der Kirche: MDCCLXXVIII. / CARDINALIS. JOSEPHUS. / Á BATTYAN PRIMAS REGNI. / UNGARIEN. POSUIT. / ARCHIEPISCOPATÚS SUI / ANNO. III. // Die lateinische Inschrift auf Ungarisch: Sie wurde 1778 von Kardinal József Battyán, Primas des Königreichs Ungarn, im 3. Jahr seines Erzbistums erbaut.

Inventarnummer:

782

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Vága   (A katolikus templom a fő utca közepén található.)