Glocken der Unterstädte

Glocken der Unterstädte

Sonstige - andere

Unter den Dörfern von Zoboralja besitzt Alsóbodok mit insgesamt neun Glocken die meisten. Die älteste Glocke hing im Kirchturm und stammte aus dem Jahr 1675, ist aber leider nicht erhalten geblieben. Heute hängen drei Glocken im Holzturm der Kirche aus der Árpád-Ära. Die mittlere ist die älteste und wurde 1800 von Bischof Ferenc Fuchs von Nitra gegossen. Ihre lateinische Inschrift lautet: BODOKIENSIBVS SVBUITIS EPISCOPALIBVS DONAVIT F.X.F.E.N.P 1800 (Übersetzung: Den Untertanen des Bischofs von Bodok von Bischof Xaver Ferenc Fuchs von Nitra im Jahr 1800 geschenkt). Sie war dem gekreuzigten Christus gewidmet, was auch auf ihrem Relief vermerkt ist. Die große und die kleinste Glocke wurden 1924 hier angebracht. Sie wurden von den Gebrüdern Fischer in Nagyszombat während des Ersten Weltkriegs gegossen, um die für militärische Zwecke abtransportierten Glocken zu ersetzen. Die erste Glocke verkündet den Schutzpatron der Kirche, Johannes den Täufer, die zweite ist die Seelenglocke, die ungewöhnlicherweise nicht dem Heiligen Josef, sondern dem Heiligen Antonius geweiht wurde. Auf dem Schulhof befindet sich außerdem eine kleinere Glocke, die 1987 auf einen schlichten Holzsockel restauriert wurde. Sie wurde von Ferenc Walser in Pest im späten 19. Jahrhundert gefertigt. Der Sockel der fünften Glocke stand ursprünglich am Dorfrand auf dem bischöflichen Gutshof Ágostonhalma in Nitra. Nach der Schließung des Gutshofs wurde sie in einem Privathaus aufbewahrt. Der Dorfschutzverein Alsóbodo erwägt derzeit, sie auf einem neuen Friedhof aufzustellen. Laut ihrer Inschrift wurde sie ebenfalls in Nagyszombat in der Glockengießerei Fischer gegossen. Eine weitere Glocke bereichert die Sammlung des Zoboralja-Museums in Alsóbodo. Sie stammt aus einem anderen Dorf und ist möglicherweise über hundert Jahre alt. Ihr Schöpfer ist unbekannt, aber sie wurde vermutlich ebenfalls in Walsers Werkstatt gefertigt. Die letzten drei Glocken wurden 2018 von Paulisz Boldizsár für das Esterházy-János-Wallfahrtszentrum in Őrbottyán, Ungarn, gegossen. Die größte Glocke hat dieselbe Größe wie die von János Esterházy für sein Heimatdorf Nyitrújlak gegossene Glocke. Sie ist auch in der gleichen Stimmung (E) gestimmt, dem Anfangsbuchstaben des Namens des Politikers. Diese große Glocke, deren Kosten von der Familie Paulisz getragen wurden, wurde von Papst Franziskus im Vatikan gesegnet. Sie läutete erstmals bei der Beerdigung von Paulisz Boldizsár. Im September desselben Jahres wurde sie zusammen mit zwei kleineren Glocken, die von anderen Stiftern aus Bodok (László Gyepes-Pataki und seiner Familie u. a.) gestiftet worden waren, auf einem hohen, hölzernen Glockenturm mit Kuppel aufgehängt. Die Segnung fand im Rahmen einer Zeremonie unter der Leitung von Bischof László Kiss-Rigó von Szeged-Csanád und dem Bischofsvikar von Nyitra, Zoltán Ďurčo, statt. Der Kauf der zehnten Dorfglocke ist ebenfalls geplant, die Vorbereitungen laufen. Der Glockenliebhaber Paulisz Boldizsár und der Amateurglockenforscher Sándor Fehér trugen maßgeblich zur Stärkung der Glockenkultur von Bodok bei.

Inventarnummer:

13745

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Alsóbodok