Deseő Dezső
Sonstige - andere
* Nagybáb, 30. Januar 1893 – † Budapest, 12. Mai 1967 / Doktor, Universitätsprofessor; Er absolvierte das Piaristen-Gymnasium in Nitra und erwarb 1915 seinen Doktortitel an der Universität für Naturwissenschaften in Budapest. Von 1913 bis 1917 war er unbezahlter Praktikant und später Assistenzprofessor am Universitätsinstitut für Physiologie. Nach seinem Einsatz im Ersten Weltkrieg geriet er im September 1917 in italienische Kriegsgefangenschaft. Im März 1919 kehrte er nach Hause zurück und wurde als Privatlehrer angestellt. 1920 promovierte er zum Zahnarzt. 1922 trat er in die Veterinärmedizinische Hochschule ein, wo er als Assistenzprofessor Physiologie lehrte und Praktika leitete. Von 1925 bis 1926 forschte er mit einem Stipendium im pharmazeutischen Labor der Universität London und am Institut für Tierphysiologie der Universität Leipzig. Nach seiner Rückkehr in die Heimat wurde er zunächst außerordentlicher, später ordentlicher Professor an der Pázmány-Péter-Universität. Ab 1934 lehrte er an der Fakultät für Landwirtschaft und Veterinärmedizin, die als vierte Fakultät der Königlich Ungarischen József-Nádor-Universität für Technologie und Wirtschaft fungierte, und war von 1942 bis 1943 deren Dekan. Ab 1946 lehrte er zudem Veterinärphysik an der Ungarischen Universität für Agrarwissenschaften. 1948 wurde er im Zuge einer Universitätsreorganisation emeritiert. Von 1949 bis zu seinem Tod war er Zahnarzt am Zentralinstitut für Stomatologie. Der Schwerpunkt seiner Forschung lag auf den Problemen der blutbildenden Organe und des Blutkreislaufs. Er veröffentlichte zahlreiche Studien zu diesem Thema in in- und ausländischen Fachzeitschriften. 1953 entwickelte er das sogenannte Deseő-Massenlöschgerät, mit dem eine direkte Bluttransfusion von Tier zu Tier durchgeführt werden kann. Die Physiologie des Trainings, 1934; Das Herz und der Blutkreislauf, 1943; Der Mensch (mit Lajos Csík), 1944; Die Rolle der Kreatinphosphorsäure bei der Muskelkontraktion, 1947; Physiologie, 1947.