Der Kriegsgefangenenfriedhof Nagymegyer

Der Kriegsgefangenenfriedhof Nagymegyer

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

Der Friedhof wurde im Herbst 1914 von den Wachen des Kriegsgefangenenlagers Nagymegyer und den damaligen ungarischen Behörden angelegt, nachdem die Stadt die Beisetzung zahlreicher Kriegsgefangener, die an den im Lager grassierenden Infektionskrankheiten gestorben waren, verweigert hatte. Die ursprüngliche Fläche des Kriegsgefangenenfriedhofs betrug 1362 m². Der Friedhof selbst bestand aus drei Teilen. Der erste Teil ist der sogenannte serbische Friedhof. Heute ist nur noch dieser Teil des Kriegsgefangenenfriedhofs erhalten. 5464 serbische und montenegrinische Kriegsgefangene wurden hier zwischen 1914 und 1918 beigesetzt. Der zweite und dritte Teil wurden in den 1950er Jahren aufgelöst, und die Stadt eröffnete auf dem Gelände eine Straße. Zwischen den beiden Weltkriegen legte der tschechoslowakische Staat großen Wert auf die Pflege des als Kriegsfriedhof registrierten Friedhofs. Nach der Rückgabe Nagymegyers an Ungarn im November 1938 wurde der Friedhof weiterhin vorbildlich gepflegt. Leider wurde die Pflege nach dem Zweiten Weltkrieg vernachlässigt. Nach 1989 begannen 2001 erstmals Verhandlungen zwischen der Slowakischen Republik und der Republik Serbien. Infolgedessen unterzeichneten die Ministerpräsidenten beider Staaten am 13. Oktober 2008 in Belgrad ein Abkommen über die gegenseitige Pflege von Militärgräbern. Daraufhin ließ die Stadtverwaltung von Nagymegyer den ehemaligen Kriegsfriedhof 2003 restaurieren. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde neben der kleinen Kapelle ein Kreuz aufgestellt, Bäume gepflanzt und das zuvor verwilderte Gelände vollständig gerodet.

Inventarnummer:

42

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Nagymegyer   (Nagymegyer, Fučík u. (Fučíková))