Hauptbahnhof Bratislava
Gebäude, Struktur
Der Hauptbahnhof Bratislava ist ein Durchgangsbahnhof. Das erste Empfangsgebäude wurde 1848 für die Bahnstrecken Wien–Bratislava und Břeclav–Bratislava fertiggestellt (heute Sitz der Bahnpolizei). 1871, parallel zum Bau der Bahnstrecke Budapest–Érsekújvár–Bratislava–Marchegg, wurde 300 m nördlich des ursprünglichen Gebäudes ein Neubau errichtet. 1987 wurde davor eine große, halbierte achteckige Empfangshalle mit Glaskuppel angebaut, die im Volksmund als „Gewächshaus“ bekannt ist. Die Kapazität des Bahnhofs ist aufgrund des wachsenden Bahnverkehrs längst nicht mehr gegeben, doch eine Erweiterung ist aufgrund der beengten Lage in den Bergen nicht möglich. Die Überlastung führt regelmäßig zu Verspätungen an den benachbarten Bahnhöfen Bratislava-Újváros und Pozsonyligetfalu. Heute werden hier auch regionale und internationale Züge abgefertigt. Von hier fahren Züge nach Budapest, Wien, Prag und Ostrava. Der Platz vor dem Bahnhof wurde 2012 nach Franz Liszt benannt. Die Stadtverwaltung plant, den Platz, der von Bus-, Oberleitungsbus- und Straßenbahnhaltestellen überfüllt ist, neu zu gestalten. Zu den Plänen gehört auch der Abriss des „Gewächshauses“.