Der blinde Gömör in der Höhle Podbanistye und ihrer Umgebung (Balogvölgy)
Unser Naturerbe
Der Gömör-Blindkäfer (Duvalius goemoeriensis) ist für uns von besonderer Bedeutung. Er wurde 1922 von Elemér Bokor im Derencsényi-Karst bei Ispánmező beschrieben. Bokor hatte den Karst bereits drei Jahre zuvor, 1919, besucht und diese außergewöhnliche Käferart damals entdeckt. Seitdem durchgeführte Forschungen haben ergeben, dass sein Verbreitungsgebiet ausschließlich auf den Derencsényi-Karst und dessen unmittelbare Umgebung beschränkt ist. Er wurde in vielen Höhlen des Karsts gefunden, die am weitesten nördlich gelegene ist die Burda-Höhle, acht Kilometer entfernt. Sein Hauptvorkommen befindet sich jedoch in der Podbanistye-Höhle. Dort suchen die Gömör-Blindkäfer ihre Nahrung im feuchten Höhlenlehm und unter den Steinen. Einem unbedarften Besucher würden sie kaum auffallen. Valdimír Papáč gelang es, ihn mit seiner Kamera einzufangen. (In der Publikation von Lajos Gaál.) Elemér Bokor erstellte als Erster eine Liste der Arthropoden in ungarischen Höhlen. Er entdeckte und beschrieb viele neue Höhleninsektenarten zum ersten Mal; so entdeckte er beispielsweise einen bis dahin unbekannten blinden Käfer, der ausschließlich in Ungarn, im Bükk-Gebirge, vorkommt, und benannte die ungarische endemische Art nach seinem Höhlenforscherkollegen Antal Gebhardt (Duvalius gebhardti, Bokor, 1926).