Der Gebäudekomplex der Ursulineninnen in Nagyszombat

Der Gebäudekomplex der Ursulineninnen in Nagyszombat

Gebäude, Struktur

In der Nagy-Lajos-Straße und der rechtwinklig dazu verlaufenden Simor-Straße befindet sich ein großer Gebäudekomplex der Nonnen des Ursulaordens. Er besteht aus einer Kirche, einem Kloster, einem Internat und drei sehr beliebten Schulen. Der Frauenorden kam 1724 aus Bratislava nach Rom. Ihre Gönner waren der Vikar des Erzbischofs, Pál Spáczay, und der Primas Esterházy selbst, ein Verwandter der ersten Oberin, E. Aljozia. Nach langem Kampf erhielten sie hier einen sicheren Wohnsitz und errichteten mit Spenden frommer Hohepriester und Adliger eine kleine Kirche. Der Grundstein wurde 1729 gelegt, doch aufgrund zahlreicher Hindernisse konnte die Kirche erst 1776 zu Ehren der Heiligen Anna geweiht werden. Anfangs hatten sie mit großen Schwierigkeiten und Widerständen aus vielen Richtungen zu kämpfen. Die Mitgift der Nonne in Höhe von 50.000 Francs und eine Spende von 40.000 Forint ermöglichten es ihnen jedoch, weiteres Land zu erwerben und geeignete Räumlichkeiten zu errichten. Ihre Schule erwarb sich schnell einen guten Ruf für ungarischen Unterricht und Handwerkskunst. Von Anfang an nahmen sie sowohl interne als auch externe Schüler auf. Maria Theresia war ihnen sehr wohlgesonnen und unterstützte ihr edles Vorhaben mit einer Spende von 15.000 Forint. Nach 1798 ließen sie ein geräumigeres Internat errichten und führten eine dreiklassige Schule ein. 1856 ließen die Scitovszkys ihre Wohnung für 30.000 Francs erweitern und bauten anschließend mit Spenden das Eckhaus. Ab 1859 verfügten sie über qualifizierte Lehrer für ihre vierklassige interne und externe Schule. 1877 wurden die fünfte und sechste Klasse der Grundschule eröffnet und 1891 die vierte Klasse der Zivilschule. Und schließlich wurde 1894 die Mädchenschule der vierten Klasse gegründet. 1902 errichteten sie für etwa 60.000 Forint – aus Spenden und Darlehen – ein geräumiges zweistöckiges Gebäude bis zur Alsópatak-Straße, sodass ihre Gebäude heute einen großen Platz einnehmen. Ihre Schulen besuchen etwa 700 Schülerinnen und haben fast 100 Internatsschülerinnen. Außerdem gibt es etwa 30 Plätze für die Stiftung des Erzpriesters. Ihr Unterricht, ihre patriotische Erziehung und ihre qualifizierten Lehrerinnen in allen Fächern verdienen große Anerkennung.

Inventarnummer:

3179

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Nagyszombat   (Sarkantyús utca, Nagy Lajos utca (ma Hviezdoszlav utca) 231/10. - Hviezdoslavova ulica 231/10.)