Der Fensterputzer bei den 26. Jókai-Tagen
Sonstige - andere
Aufführung der Dunaszerdahely Ármin Vámbéry-Stiftung von Csemadok und der Theatergruppe des Städtischen Kulturzentrums „Miklós Mészöly: Der Fensterputzer“, Regie: Péter Hunčík. ; Von links: ?, Zoltán Sidó, Péter Miklósi - Péter Hunčík (Regisseur), László Huszár, Katalin Kiss, Renáta Sándor, László Mogyorósi, György Bugár; Ergebnisse: Im Theatergruppenwettbewerb wurde Dr. Péter Hunčík erhielt den Regiepreis. Katalin Kiss erhielt den Preis für die beste weibliche Leistung. ; ; Eine weitere herausragende Aufführung war die des Theaterensembles Dunaszerdahely mit Miklós Mészölys Einakter „Der Fensterputzer“, ebenfalls ein Werk eines zeitgenössischen Autors. Dieses Stück ist nicht unbedingt ein Publikumsmagnet oder gar ein Fremdkörper, sondern dank seiner Aktualität und seines hochaktuellen Themas ein hochbrisantes Drama. Das Verhältnis zwischen Macht und dem verletzlichen kleinen Mann, die Möglichkeit oder Unmöglichkeit bestimmter Verhaltensweisen gegen Unterdrückung, erzeugen die Spannung des Stücks. Darüber hinaus verlieh das Bühnenbild (Wände aus Folie, ein Bett aus Gemüsekisten) der Szenerie eine zusätzliche, fast schon selbstverständliche Note. László Huszár, der den Fensterputzer, das Symbol der Macht, verkörpert, verlieh der Rolle eine Art perverse Arroganz, die herablassende Überlegenheit der Macht. Dank ihm und dem gesamten Bühnenbild wurde der Zuschauer zu der Überzeugung geführt: Auch er ist verletzlich, nicht nur das snobistische Paar; ein Paar, das wie Tauben lebt. Erst am Ende des Stücks beschlich uns ein Gefühl des Verlustes. Hier hätte es mehr, vielleicht bessere Lösungen gegeben, um uns glauben zu lassen, dass der ewige Lodenmantel und der Koffer immer bei uns sind oder in unseren Händen. Die Regie von Dr. Péter Hunčík ... übertraf jedenfalls das Amateurniveau. ... ;
Károly Kövesdi: Alles ist gut, wenn das Ende gut ist? SCHAUSPIELER BEI DEN XXVI. WITZETAGE ; (Új Szó, 26.05.1989 / Ausgabe 122, Freitag)