Der ehemalige Friedhof von Újfalu

Der ehemalige Friedhof von Újfalu

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

Im Jahr 1780 wurde am Stadtrand von Újfalu, das mit der Stadt gewachsen war, auf dem Gut Téglaház und dem Gut der Familie Pálffy (im Bereich des heutigen Hotels und des Bezirksamts) ein neuer Friedhof für die eng verbundenen Siedlungen (Szerdahely, Újfalu, Pókatelek usw.) angelegt. Gemäß königlichem Dekret (hauptsächlich aus hygienischen Gründen) mussten Bestattungen rund um die katholische Kirche eingestellt werden. Die neu auftretenden und wiederkehrenden Epidemien machten zudem deutlich, dass der bereits überfüllte „alte Friedhof“ mitten in der Stadt nicht mehr zu bewältigen war, weshalb zwischen Újfalu und Sikabony ein neuer Friedhof errichtet wurde. Seit Beginn der Kirchenbuchführung (1673) ist bekannt, dass die Toten von Szerdahely, Újfalu, Nemesszeg und Pókatelek zunächst auf dem Friedhof von Szerdahely und später von Újfalu beigesetzt wurden, während Tejede separate Friedhöfe besaß. So wurden beispielsweise viele Einwohner von Nemesszeg auf dem ehemaligen Friedhof von Tejede beerdigt, der heute als Hundewiese dient. Bei der Gründung des Friedhofs von Újfalu errichteten die Konds dort ein großes Kreuz, das 1833 durch ein Steinkreuz von Anna Finta ersetzt wurde (dieses Kreuz steht heute neben der Kirche an der Nordseite). Katholiken wurden in der einen Hälfte des Friedhofs, Calvinisten und Lutheraner in der anderen beerdigt. 1857 musste der 77 Jahre alte Friedhof erweitert werden, und im Zuge der Aufteilung wurde mit Genehmigung der Familie Pálffy ein Grundstück hinzugefügt. Hundert Jahre später, Ende der 1950er Jahre, wurde der städtische Friedhof aus „städtebaulichen Gründen“ geschlossen und brutal planiert. Wer konnte, verlegte seine Gräber und die seiner Vorfahren auf den Friedhof in der Kisudvarnoki-Straße. Viele alte Gräber gingen dabei verloren oder wurden zerstört. Bedauerlicherweise ignorierten die Bauarbeiter die Gründe für die Schließung völlig und führten ihre groben Arbeiten im Zuge der Fundamentarbeiten für das zukünftige Hotel und das Bezirksamt durch, ohne die Särge und Gebeine der Verstorbenen zu schonen. Auch die im Kriha-Stil erbaute Herz-Jesu-Kapelle, die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet worden war, blieb nicht verschont; diese Spur der Vergangenheit wurde durch den Abriss ihrer Mauern ausgelöscht.

Inventarnummer:

112

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Dunaszerdahely   (Fő utca)