Der Brunnen des Párkány-Friedhofs
Friedhöfe, Grabsteine, Gräber
Die Geschichte des Brunnens wurde in der 27. Ausgabe des XXXIII. Jahrgangs der Vasárnapi Ujság (1886) unter dem Titel „Kegyeletes özgördás“ (Fromme Fürsorge) veröffentlicht: Auf dem Friedhof der kleinen Stadt Párkány im Komitat Esztergom grub der eifrige und engagierte Dorfbewohner, der Apotheker István Klement, auf eigene Kosten einen Brunnen. Er wollte den Rasen, die Büsche und Blumen auf den Gräbern der Verstorbenen auch bei Trockenheit mit erfrischendem Tau benetzen. Er bat den Herausgeber unserer Zeitung, über dem Brunnen einige Zeilen eines bekannten Dichters anbringen zu lassen. Der Brunnen wurde an einem geeigneten Ort in der Mitte des Friedhofs errichtet und erfüllt mit seinem reichlichen Wasser die edle Absicht seines Schöpfers. Seine Seiten sind innen mit Ziegeln ausgekleidet, und obenauf, auf einer hübschen roten Marmorplatte mit eingravierten Goldbuchstaben, befindet sich ein kleines Gedicht, das ein bekannter Kollege unserer Zeitung auf Wunsch des Besitzers mit großem Geschick verfasste und ihm zur Verfügung stellte. Das sechzeilige Gedicht, das die edle Idee und den gnädigen Zweck des Brunnens zum Ausdruck bringt, lautet wie folgt: Wenn die Tränen in den Augen der Trauernden versiegen, oder auch sie zu ihren Lieben ins Grab gehen, und im Sommer kein Tau auf dem Gras liegt, gieße ich durstige Blumen, damit die Gräber grüner werden und der Schlaf unten leichter sei! (April 1886)