Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen zivilen Helden

Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen zivilen Helden

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Anlässlich des 70. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs errichtete die Gemeinde Garamkövesd im Juni 2015 ein Denkmal zu Ehren der zivilen Kriegsopfer. Bürgermeister János Elzer erklärte bei der Einweihungszeremonie, dass ihr Dorf schwer unter den blutigen Kämpfen des Krieges gelitten habe, die viele militärische und zivile Opfer forderten. In der Kirche und auf dem Friedhof befindet sich bereits ein Denkmal für die militärischen Opfer; nun wurden die Namen der dreizehn zivilen Opfer in Stein gemeißelt. Die für ihren außergewöhnlichen Mut bekannte St.-Ladislaus-Division der ungarischen Elitearmee erlitt hier, in den Kämpfen an den Flüssen Ipoly und Garam, ihre größten Verluste. Die Gedenktafel auf dem Steinblock ehrt auch die gefallenen Helden. Das Denkmal entstand auf Initiative von Ilona Kálmánné Jasztrabszky. In der Endphase des Krieges führte die heute 84-jährige Frau ein Tagebuch, in dem sie ihre Erlebnisse und Prüfungen genau schilderte. Sie erinnert sich auch liebevoll an die Soldaten der Division Sankt Ladislaus, die am 24. Dezember 1944 sogar Weihnachtsbäume zu den in den Kellern versteckten Kindern brachten. Tante Rózsika erinnerte sich an das Leben im Kugelhagel: „Innerhalb einer Woche wurden die Häuser vieler Menschen und ihr gesamter Besitz zerstört. Einige wurden schwer verletzt, andere waren unschuldige Opfer. Diese Erinnerungen lassen sich nie ganz auslöschen.“ Von Dezember 1944 bis Mai 1945 war die Region Schauplatz heftiger Kämpfe. Der 92-jährige Oberst a. D. Dr. Jenő Farkas, der ebenfalls der Division Sankt Ladislaus angehörte, blickte mit militärischem Blick auf die Kriegszeit zurück. Er verfasste ein Buch, das auf den Kriegstagebüchern seiner Kameraden basierte und für das er auch das Tagebuch von Rózsika Kálmán nutzte. Er gab den Anwesenden eine präzise Beschreibung der hier stattgefundenen Schlachten, listete die Namen der gefallenen Soldaten auf und schilderte die Entwicklung der Kriegslage mit täglicher, ja stündlicher Genauigkeit. Der legendäre Mut der Division St. Ladislaus bezeugte das Motto: „Ich glaube an einen Gott, ich glaube an ein Vaterland. Wir glaubten damals daran, und ich glaube auch heute daran.“

Inschrift/Symbol:

Anlässlich des 70. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs / Zu Ehren der zivilen Kriegsopfer in Garamkövesdi / Sie verloren ihr Leben / 13 Namen / Vorgeschlagen von: / Die Gemeinde Garamkövesdi / Initiiert von: Rozália Kálmánné geb. JasztrabszkÝ / Juni 2015 // Zum Gedenken an die gefallenen Helden der Armee von Szent László / 1945 - 2015 Garamkövesdi

Inventarnummer:

1496

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Garamkövesd   (A falu főterén, a templommal szemben, a falu első írásos említése kopjafája szomszédságában található.)