Denkmal für die Helden des Ersten Weltkriegs

Denkmal für die Helden des Ersten Weltkriegs

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Im Fall von Rimaszombat, dem ehemaligen Sitz des Komitats Gömör, gewann die Frage nach einem Denkmal für die im Ersten Weltkrieg (1914–1918) gefallenen Helden nach der Rückkehr 1938 an Bedeutung, und dieser Wunsch wurde auch mit der Gründung des Denkmalkomitees zum Ausdruck gebracht. Jenő Mátrai-Makovits (1896–1967), ein einheimischer Maler und Bildhauer, entwarf Skizzen für den Hauptplatz seiner Heimatstadt, die ihre Komitatsrechte zurückerlangt hatte. Aus seinen Gipszeichnungen, die heute zur kunsthistorischen Sammlung des Gömör-Kishonti-Museums in Rimaszombat gehören, entstand schließlich das schlichte, ornamentale Denkmal aus weißen Marmorplatten, das noch heute steht. Interessanterweise verzögerte sich der Bau um drei Jahre, da die Travertinsteine aus Igló, das damals bereits zur Slowakei gehörte, und aus Szepesváralja nach Rimaszombat, das gerade erst an Ungarn angegliedert worden war, transportiert werden mussten. Das Heldendenkmal mit den Namen von 119 Soldaten aus Rimaszombat wurde am 10. November 1942, dem vierten Jahrestag der Wiedervereinigung der Stadt mit Ungarn, auf dem damaligen Horthy-Miklós-Platz in Rimaszombat enthüllt. Die Einweihungszeremonie lässt sich anhand der lokalen Lokalzeitung „Gömör“ rekonstruieren. Demnach gedachte die Stadtbevölkerung, festlich geschmückt mit Flaggen, zunächst um 9 Uhr morgens in den Kirchen der verschiedenen christlichen Konfessionen im Rahmen von Gottesdiensten der Gefallenen. Anschließend fand ab 10 Uhr die feierliche Versammlung im großen Saal des Rathauses statt. Die Enthüllung des Heldendenkmals erfolgte um 12:30 Uhr auf dem Hauptplatz der Stadt. Im Rahmen des Festprogramms eröffnete die örtliche Pfadfinderkapelle die Zeremonie mit einem Lied des ungarischen Glaubens. Anschließend segneten die Pfarrer der christlichen Kirchen das Denkmal. Die feierliche Einweihungsrede hielt Béla Lukács von Vitéz Kövecsesi, m. kir. Geheimer Rat, Minister ohne Geschäftsbereich und Ehrenbürger von Rimaszombat. Nach der Hymne, gesungen vom Rimaszombater Dalegylet, wurde das Denkmal im Namen des Heldendenkmalkomitees an Bürgermeister László Éva im Namen der Stadtbevölkerung übergeben. Nach der Kranzniederlegung am neuen Heldendenkmal beendete das Rimaszombater Dalegylet das Festprogramm mit dem Szózat. „Die Turmuhr schlug halb zwei, als die Zeremonie mit dem Klang der Erklärung endete. Anschließend marschierten die zurückgezogenen Formationen in einer prächtigen Parade vor dem Minister und dem Militärkommandanten. Das Klappern der Hufeisen und das Wippen der Beine der Soldaten, der Finanzgarde, der Infanteristen und der Späher waren ein ergreifender Moment. Die heutigen Soldaten erwiesen den großen Helden der Vergangenheit auf würdige Weise ihren Respekt. Nach der Parade läuteten die Glocken und verkündeten eine halbe Stunde lang die Unsterblichkeit derer, die ihr Leben für das Vaterland gaben.“ – So berichteten die damaligen Medien am 15. November des laufenden Jahres, gewürzt mit dem Zeitgeist. Das vor der römisch-katholischen Kirche errichtete und mit großem Pomp eingeweihte Denkmal trug ursprünglich den Namen des Gouverneurssohnes István Horthy aus Nagybánya, der bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war, als Zeichen des Respekts (und gemäß einer 1942 erlassenen Verordnung). Der Name wurde nach 1945 vom Denkmal entfernt. Auch die Inschrift „FÜR DAS VATERLAND“ verschwand, was ebenfalls auf den Wandel der Tschechoslowakei zurückzuführen ist. Genauso wie die ewigen Kerzen, die die Säulen mit den zweischneidigen Schwertern schmückten, sind verschwunden.

Inschrift/Symbol:

IN MEMORIAM / 1914 - 1918 / 119 Namen

Inventarnummer:

1783

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Rimaszombat   (a római katolikus templom előtt található)