Denkmal für die Vertriebenen und Deportierten

Denkmal für die Vertriebenen und Deportierten

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Udvard ist eine Siedlung, die 9 Kilometer von Érsekújvár entfernt liegt. Zwischen 1946 und 1948 wurden 1200 ungarische Einwohner aus dem ehemals ungarischen Dorf deportiert und durch Slowaken ersetzt. Auf einer hohen Steinsäule ist eine offene Handfläche mit einem menschlichen Auge darin zu sehen. Auf den Stolpersteinen rund um das Denkmal sind die Namen der 69, zumeist ungarischen, Siedlungen zu lesen, in denen die Deportierten angesiedelt wurden. (Die Inschriften enthalten auch den Namen von Dachau, wohin die in Udvard lebenden Juden zuvor deportiert wurden, und es gab Ungarn, die im Sudetenland in der Tschechischen Republik landeten.) Der Schöpfer des Denkmals, Ferenc Lebó, ist ein Nachkomme einer der Udvarder Familien, die sich in Ungarn niederließen.

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Zur Interpretation des Werkes: ; Die aus dem Stein ragende Hand könnte auf Versinken oder Untergehen hinweisen. In diesem Fall geht es um den Untergang und die Zerstreuung einer Gemeinschaft. (Siehe z. B.: „Er weinte, wo ein Volk versinkt“.) Die Deutung der Augen bereitet mir Schwierigkeiten. Vielleicht sind die Augen selbst der Schöpfer, der Seher, derjenige, der die Menschen sehen lässt und der auch seine persönliche Beziehung ausdrücken möchte. Sie identifizieren sich mit der Gemeinschaft. (Er legt sich in seine Handfläche.) Die Augen können auch die Augen des Allmächtigen (und Allsehenden) sein. Dies lässt sich auch aus dem fast dreieckigen oberen Augenlid schließen. Die Augen wachen über die Deportierten. Im weiteren Sinne bedeuten die Augen Gottes die Verherrlichung der Opfer. Als ich das Denkmal vor 4–5 Jahren zum ersten Mal sah, erinnerten mich die Augen auf den ersten Blick an Schmerz. Die Augen sind der empfindlichste Teil unseres Körpers. Damals dachte ich, die Darstellung der Augen sei auch geeignet, Schmerz auszudrücken.

Quelle: ; Endre Nagy: Geographische Namen von Tardoskedd und Udvard, 2000, Dunaszerdahely, Lilium Aurum, p. 106. ; Udvard auf Wikipedia – hu.wikipedia.org ; Udvards Website – dvory.sk

Inschrift/Symbol:

IN ERINNERUNG AN DIE / VERSCHIEBENE UND DIE / GESCHLOSSENE / Hebräische Inschrift // NA PAMIATKU / VYSŤAHOVANÊCH / A ODVLEČENÊCH / TE JIKEREN ANDRI GÓDI / TE NA BISTEREN. / LA ZORAHA LEN LIGENDE.

Inventarnummer:

236

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Udvard   (A település központjában, A Templom tér és a Komáromi utca sarkán)