Denkmal für den Friedensvertrag von Zsitvatorok
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Der Frieden von Zsitvatorok ist der Friedensvertrag, der den fünfzehnjährigen Krieg beendete. Er wurde am 11. November 1606 an der Mündung der Zsitva durch Vermittlung István Bocskais zwischen Rudolf II. (1552–1612), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Ungarn und Böhmen, und Sultan Ahmed I. des Osmanischen Reiches geschlossen. Das Denkmal: Ein dreibeiniger Stahlbogen erhebt sich über einem runden, aus Kalkstein gehauenen Tisch mit zwei Metern Durchmesser. Die sechs Meter hohe Brückenkonstruktion trägt sechs Glocken, die Friedensglocken. Die drei Arme der Konstruktion symbolisieren die beiden Kriegsparteien und den Friedensvermittler. Den Abschluss bildet eine helle Mondsichel, die an die türkische Zeit erinnert. Das Denkmal wurde anlässlich des 400. Jahrestages des Friedensvertrags an dem Ort errichtet, an dem in den 1940er Jahren noch die alte Eiche stand, unter der der Frieden geschlossen wurde. Der mündlichen Überlieferung zufolge fand die Unterzeichnung in Dunaalmás, gegenüber, in einem türkischen Zelt inmitten der Ruinen eines Klosters statt. Heute existieren weder das Kloster noch die Eiche, und die Zsitva mündet nicht mehr in die Donau, da sie 20 Kilometer entfernt im Zuge von Flussregulierungsmaßnahmen in die Nitra umgeleitet wurde.