Denes Mednyánszky, Baron

Denes Mednyánszky, Baron

Sonstige - andere

* Veszele, 19. November 1830 – † Wien, 28. Dezember 1911 / Geologe, Politiker, Schriftsteller, korrespondierendes Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften; Sohn von Alajos Mednyánszky (Révayfalva) und Graf Ágnes Majláth. Von 1845 bis 1847 war Arnold Ipolyi (Ipolykeszi) sein Hauslehrer. In dieser Zeit lernte er auch Flóris Rómer (Bratislava) kennen, der sein Interesse an der Archäologie weckte. Später studierte er Ingenieurwesen an der Technischen Universität Wien sowie Politikwissenschaft und Naturwissenschaften an der Universität Berlin. Nach Abschluss seines Studiums unternahm er eine Europareise (Poroszo, Italien, Bayern). 1864 wurde er zum Präsidenten der Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Gesellschaft gewählt. Er war der erste, dessen Jahrbuch in ungarischer Sprache veröffentlicht wurde. 1867 wurde er zum (letzten) Berginspektor von Selmecbánya ernannt und reorganisierte in dieser Funktion die Selmec-Akademie, deren Direktor er einige Jahre war. 1869 wurde er Statthalter des Komitats Trenčín. Ab 1878 lebte er in Wien. Er war literarisch vielseitig tätig und verfasste zahlreiche geologische, bergbauliche und historische Studien. 1896 stiftete er seine wertvolle Familienbibliothek dem Eötvös-Kolleg. Die Ungarische Akademie der Wissenschaften wählte ihn 1865 zum korrespondierenden Mitglied. Seine Hauptwerke: Geologischer Spaziergang in einigen interessanten Regionen unseres Landes (Neues Ungarisches Museum II.), 1851–1852; Die geologische und technische Bedeutung des Kalks in Ungarn, 1870; Der Bau des Gotthard-Tunnels (Bergbau- und Hüttenwissenschaftliche Abhandlungen), 1874.

Inventarnummer:

12761

Sammlung:

Werte-Repository