David-Husz-Denkmal

David-Husz-Denkmal

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Dávid Husz (28. November 1813, Poprad – 21. Januar 1889, Poprad) war ein Gastwirt aus Poprad und eine angesehene Persönlichkeit des lokalen öffentlichen Lebens. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erkannte er die Notwendigkeit, in Poprad ein touristisches Zentrum zu errichten, von dem aus die Berge schnell erreichbar sein sollten. Denn damals gab es, abgesehen von Tátrafüred, keine Siedlungen entlang des Tatra-Boulevards. Ende der 1860er-Jahre nahm der Tourismus zu, und um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, ließ Dávid Husz 1868 neben seinem kleinen Gasthof ein Gästehaus mit 24 Zimmern und ein Restaurant errichten. Der Wirt, von seinen Stammgästen nur als Großvater Husz bekannt, legte damit den Grundstein für den Husz-Park, der um die Jahrhundertwende aus neun Gebäuden unterschiedlicher Komfortklassen bestand. Neben den Hotelgebäuden beherbergte der Park auch ein Restaurant, ein Badehaus, eine Kneipe und eine Kegelbahn. In den Hotelgebäuden erwarteten Erholungssuchende insgesamt rund 150 Zimmer und ein herrlicher Panoramablick auf die Tatra. Der Park war mit Ziersträuchern und Blumenbeeten geschmückt. Neben Tátrafüred war dieser Park fast zwei Jahrzehnte lang das wichtigste touristische Zentrum der Tatra. Der ehemalige Husz-Park ist heute der belebte Kreisverkehr der Stadt. Nur wenige wissen, dass es unter anderem Dávid Husz zu verdanken ist, dass die Strecke der Košice-Oderberg-Bahn durch Poprad angelegt wurde. Dank dieser Bahnlinie lernten später immer mehr Menschen die Schönheiten von Poprad und der Hohen Tatra kennen. Als der Ungarische Karpatenverein 1882 seine Museumssammlungen nach Poprad verlegte, wurden diese in einem von Husz kostenlos zur Verfügung gestellten Häuschen ausgestellt. 1886 errichtete der Verein das Karpatenmuseum in Poprad auf einem Grundstück, das Großvater Husz der Stadt geschenkt hatte und das er weiterhin großzügig finanzierte. (Die Sammlungen des Museums wuchsen so schnell, dass um die Jahrhundertwende eine Erweiterung des Gebäudes notwendig wurde. 1906 wurde das Ausstellungsgebäude um vier Räume und die Wohnung des Museumsdirektors erweitert, in der unter anderem auch die 8.000 Bände umfassende Bibliothek untergebracht war. Nach der Annexion des Karpatenvorlandes fielen die Museumsbestände einer rücksichtslosen Zerstörung zum Opfer, und die meisten Ausstellungsstücke wurden zusammen mit einigen anderen wertvollen Artefakten verbrannt.) Dávid Husz unterstützte auch andere Aktivitäten des MKE, wie beispielsweise den Bau des Schutzbunkers Róza in Szószék bei Tarajka. In Anerkennung seiner Verdienste wurde 1913 am Eingang des Museums ein Denkmal errichtet. Nach Husz' Tod begann der Husz-Park zu verfallen, vor allem aufgrund der Konkurrenz durch die in der Tatra errichteten Sanatorien, diente aber noch viele Jahre als Touristenattraktion und blieb bis zum Ersten Weltkrieg bestehen.

Inschrift/Symbol:

David Husz

Inventarnummer:

3792

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Poprád   (a hajdani Kárpát Múzeum, maTátraalji Múzeum előtt (Vajanského 72.))