Schloss Lakszakállas

Schloss Lakszakállas

Gebäude, Struktur

Es befindet sich neben der römisch-katholischen Kirche und ist zusammen mit der reformierten Kirche ein bedeutendes Denkmal des Dorfes. Das ursprünglich im Barockstil erbaute Gebäude wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Graf Amade Tádé von Bősi errichtet. Er selbst bewohnte das Schloss offensichtlich nicht; es diente vermutlich als Residenz der Gutsverwalter. Später verpachteten die Amades diesen Teil ihres Besitzes an die Familie Ghyczy. József Ghyczy erwarb das Land samt Schloss. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss im klassizistischen Stil umgebaut und wurde so zum Zentrum des örtlichen Zweigs der Familie Ghyczy. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verkaufte Terézia Ghyczy, die Ehefrau von Pál Ordódy, das Anwesen samt Schloss an Dr. Vilmos Nagy, der es bis 1945 besaß. Danach diente das Gebäude verschiedenen Verwaltungszwecken. Heute beherbergt es ein Geschäft und die Polizeiwache. Der Park neben dem Schloss wurde aufgelöst. Das Schloss ist ein langgestrecktes, eingeschossiges Gebäude mit einem eingeschossigen Vorbau in der Mitte. Die Hauptfassade wird heute nur noch durch die Mauerbänder und die länglichen Fenster gegliedert; letztere waren ursprünglich von Mauerrahmen mit Gesimsen unterhalb der Fenster eingefasst. Die ursprünglichen Pilaster trugen ein ionisches Gesims und Balken, und die Brüstungen der Fenster waren mit geometrischen Figuren verziert. Das Schlossgelände war einst durch ein barockes Tor mit Bogen zugänglich, über dem das Wappen von Tádé Amade und seiner Frau Angéla Nyári prangte. Der Korridor ist von einem Bogen überdacht, und das Innere des Schlosses wurde vollständig umgebaut.

Inventarnummer:

1946

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Lakszakállas   (a római katolikus templom szomszédságában áll)