Kloster der Prämontreen
Gebäude, Struktur
Die Prämontreanerkirche war mit dem Prämontreanerkloster und der dazugehörigen Schule verbunden. Das Kloster war einst ein königlicher Palast (Domusregia) und ab 1554 Sitz der Generalkapitäne von Oberungarn. Auch István Bocskay, Gábor Bethlen und György I. Rákóczy lebten dort mit dem Hofstaat. Später wurde es zu einer Jesuitenschule, und ab 1657 beherbergte es die von Bischof Benedek Kisdy von Eger und dem Propst von Jászó gegründete Universität, die zusammen mit ihrer Druckerei von den Jesuiten geleitet wurde. Ab 1776 wurde diese Bildungseinrichtung unter dem Namen Königliche Akademie (Academia Regia) eine Zweigstelle der Universität Buda mit Fakultäten für Rechts- und Geisteswissenschaften. Während der Bach-Ära wurde sie zu einer Rechtsakademie herabgestuft und blieb dies bis 1921, als die Tschechoslowakei die Institution nicht mehr beanspruchte. Als der Dichter und Priesterlehrer Dávid Baróti Szabó, der hier lebte, 1787 Besuch von Ferenc Kazinczy und János Batsányi erhielt, entstand die Idee zur Gründung der Ungarischen Gesellschaft von Košice. Aus ihrer Zusammenarbeit ging ein Jahr später die erste ungarischsprachige Literaturzeitschrift, das Magyar Museum (1788–1792), hervor. An der Vorderwand des Klosters befinden sich vier Gedenktafeln mit Bezug zu Ungarn: Eine erinnert an die Universität, deren Gründung ebenfalls durch die Goldene Bulle Leopolds I. bestätigt wurde. Das Werk von Alfonz Groma und P. Merjavý wurde 1978 enthüllt. Das Bronzerelief von Ottó Szabó, das an drei Priester erinnert, die 1619 infolge religiöser Unruhen den Märtyrertod erlitten und später heiliggesprochen wurden, wurde 1995 anlässlich des Besuchs von Papst Johannes Paul II. in Košice angebracht. Das Kloster Csemadok ehrte den Dichter und Priesterlehrer Dávid Szabó Baróti mit der Gedenktafel für György Bartusz, die ebenfalls 1995 enthüllt wurde. Im Jahr 2004 wurde die Gedenktafel für István Bocskai an der Gebäudewand angebracht. Das Relief des Bildhauers Lajos Győrfi wurde im Rahmen der Konferenz in Košice zum 400. Jahrestag des Bocskai-Aufstands enthüllt. Das Generalkonsulat der Republik Ungarn befindet sich seit dem Jahr 2000 im Kloster.