Grab von Dr. Dezső Vargha
Friedhöfe, Grabsteine, Grabstätten
Dr. Vargha Dezső Görzsönyi und Teveli (Kőhidgyarmat, 23. März 1892 – 1915); Kirchenfunktionär, Gymnasiallehrer, Schriftsteller, Notar des Heiligen Stuhls, korrespondierendes Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Er absolvierte seine Schulausbildung in Győr, Nagyszombat und Esztergom und studierte Theologie am Pázmáneum in Wien, wo er promovierte. Am 30. September 1885 wurde er zum Priester geweiht und wirkte als promovierter Theologe zunächst als Kaplan in Patak und später in Érsekújvár. 1889 arbeitete er als Gymnasiallehrer am königlichen Schloss in Buda, 1890 wurde er zum Notar des Heiligen Stuhls in Esztergom ernannt und war als Notar bei den Sitzungen des Erzbistumskapitels tätig. Am 23. März 1892 wurde er zum Diakon und Pfarrer von Kőhidgyarmat ernannt. Die Gemeinde schätzte seinen strengen und gerechten Charakter. Dr. Dezső Vargha widmete sich neben seinen täglichen kirchlichen Pflichten auch bedeutenden literarischen Tätigkeiten und wurde zum korrespondierenden Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Zu seinen wichtigsten eigenständigen Werken zählen: Die kulturellen Verhältnisse in Deutschland nach der Reformation, in Italien (Straßenskizzen), Innozenz III. und seine Zeit, Agrarsozialismus und Kirche, Kirchengeschichte (ein Schulbuch, mit dem der Autor einen Preis im Wettbewerb der St.-Stephans-Gesellschaft gewann), Die Rechtslage des Christentums im Römischen Reich, Die Agrarfrage in Ungarn, Das politische Verhalten der prähistorischen Christen, Der Arbeiter vor und nach Christus, Das frühe Christentum in den Augen lateinischer und heidnischer Schriftsteller. Darüber hinaus wurden viele seiner bedeutenden Artikel in der Kirchenzeitung, dem Almanach der St.-Stephans-Gesellschaft, dem Ungarischen Zion, der Katholischen Pädagogik, der Religion, der Ungarischen Zeitschrift und der Katholischen Zeitschrift veröffentlicht. Dr. Dezső Vargha beendete seine reiche irdische Laufbahn im Jahr des Herrn 1915. Auf dem Friedhof von Kistata ruht seine Asche unter einem schwarzen Granitobelisken, der sich gen Himmel erhebt.