Das Grab von Saniszló Füzy

Das Grab von Saniszló Füzy

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

Füzy Szaniszló János, OH (Ordo Hospitalarius – Orden der Barmherzigen Barmherzigen) (Veszprém, 2. Okt. 1830 – Bischof, 16. März 1903), Apotheker, Provinzialoberer. Er absolvierte das Piaristen-Gymnasium in Veszprém. 1849 trat er in Buda dem Orden bei und behandelte 1848/49 verwundete Soldaten des Unabhängigkeitskrieges. Er studierte Theologie in Bratislava, wo er 1859 zum Priester geweiht wurde. Er absolvierte eine Ausbildung zum Apotheker in den Granátalma-Apotheken in Bratislava, Buda und Szatmár und erwarb 1861 in Wien sein Apothekerdiplom. 1862 war er Hausmeister der Apotheke in Temesvár. Hier im Jahr 1863. VI. Am 28. berief er die Apotheker des Banats ins Kloster, um die „Gemeinschaft“ der Apotheker der Region Maroš-Tisza-köz zu bilden. 1864: Die Apotheke „Gránátalma“ in Pécs war provisorisch. 1874 war er Prälat des Klosters in Timișoara und ab 1875 Leiter des Klosters in Bratislava. Als der Orden der Barmherzigen Schwestern 1882 eine eigenständige Provinz in Ungarn wurde, wurde er zu deren Oberhaupt gewählt. Er wurde sechs weitere Male in Folge zum Oberhaupt der Provinz und zum Prälaten von Bratislava gewählt. 1877 bot er dem König 500 Betten für Verwundete im Kriegsfall an. Der Orden der Barmherzigen Schwestern errichtete ihm ein separates Grabmal, das sich im Sektor I½ des Friedhofs befindet. Die eigentliche Gründung der ungarischen Provinz des Ordens erfolgte – aus administrativen Gründen – 1856 auf Vorschlag von Fürstprimas Scitovszky. Der Provinzialsitz befand sich zwischen 1856 und 1903 in Bratislava und anschließend in Budapest. Als Szaniszló Fűzy das Amt des Provinzials übernahm, herrschte im Orden große Nachlässigkeit. Sein energisches Vorgehen zog viele Unannehmlichkeiten und sogar Verleumdungen nach sich. Sein Ziel war eine einheitliche Ausrichtung des Ordens. Dazu gehörten die Pflege der Religiosität, ein mönchisches Verhalten und die gewissenhafte Erfüllung der vorgeschriebenen Amtspflichten. Bereits vor Fűzys Amtsantritt hatte es Fälle von Misswirtschaft mit Ordensvermögen gegeben. (Da sein Vorgänger krank war, nutzten einige dies aus und legten elf Jahre lang keine Abrechnungen vor.) Es gab zahlreiche Beschwerden über die Ärzte, und Szaniszló Fűzy ergriff Maßnahmen, um die vielen Missstände zu beseitigen. Fűzy dachte auch darüber nach, den Besitz des Ordens zu vergrößern, und befasste sich daher mit der Absicht, das Lukács-Bad in Buda zu erwerben. Die Schatzkammer wollte es verkaufen, und Fűzy wollte das benachbarte Császár-Bad, das sich im Besitz des Barmherzigen Ordens befand, vor Konkurrenz bewahren. Der Provinzial erhielt schließlich für seine Arbeit und Verdienste das Ritterkreuz des Franz-Josephs-Ordens. Der Barmherzige Orden nahm Szaniszló Fűzys Auszeichnung jedoch nicht mit ungeteilter Freude auf. Einer seiner Ordensbrüder warf ihm Misswirtschaft mit dem Ordensvermögen vor. Diese Anschuldigungen schienen begründet und gerechtfertigt, und mit zunehmender Zahl an Rücktritten und Anschuldigungen schien der ungarische Orden zu zerfallen. Der Primas von Esztergom riskierte daraufhin in einem Brief die Ansicht, dass die Aufgaben des Ordens im Bereich der Krankenpflege von Nonnen übernommen werden könnten. Trotz der Ereignisse wurde Fűzy in den letzten Jahren des Jahrhunderts erneut für eine Auszeichnung nominiert. Auch zu diesem Anlass wurden Informationen über ihn verfasst. Darin wurde hervorgehoben, dass er sich sehr um den Orden und seine Disziplin verdient gemacht und sich um dessen finanzielle Belange gekümmert hatte. Mithilfe der wohlhabenderen Klöster Eger, Oradea und Szatmár sorgte er für die Sanierung des Klosters Szakolca. Seine oft übertriebene Strenge führte häufig zu Unmut. Sein Nachfolger war ab 1903 Kornél Thuróczy.

Inschrift/Symbol:

Szaniszló Füzy / irg. ord. T. Häuptling / geboren 2. Okt. 1830 + 16. März 1903 / Ewiges Licht / leuchte ihm!

Inventarnummer:

2315

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Pozsony - Óváros   (Szent András temető - Pray utca - Ondrejský cintorín - Ul. 29 augusta)