Grabmal von Nándor Martinengo

Grabmal von Nándor Martinengo

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

Nándor Martinengo stammte aus einer alten italienischen Adelsfamilie. Er trat als Soldat in die Dienste des Fürsten von Liechtenstein, verließ diese jedoch aus gesundheitlichen Gründen. 1837 schloss er seine Fechtausbildung in Pest ab und erhielt dort den Ehrentitel „Fechtmeister“. 1838 verteidigte er seinen Meistertitel an der Militärakademie in Wiener Neustadt vor Lajos Chappon und anderen Fechtexperten. 1844 verließ er Wien und zog nach Bratislava. Dort eröffnete er in einem der Räume des Restaurants Zöldfa eine Fechtschule. Er unterrichtete unter anderem István Széchenyi, Miklós Wesselényi und Lajos Battyhányi im Fechten. 1847 war auch Erzherzog Joseph sein Schüler. In Bratislava gründete er den Ersten Ungarischen Fechtverein. Während der Sitzungen des Bratislavaer Parlaments trafen sich die großen Denker der Reformära oft in seiner Fechthalle. Er organisierte und gründete die erste Freiwillige Feuerwehr Bratislavas und rief eine Schule für arme Kinder in Bratislava ins Leben, wo Kinder unabhängig von Nationalität oder Konfession kostenlos lernen konnten. Kaiser Franz Joseph würdigte sein vielfältiges Wirken mit mehreren Auszeichnungen. 1891 feierte er sein fünfzigjähriges Jubiläum als Fechtmeister, zu dem ihm zahlreiche seiner Schüler die Ehre erwiesen. Das Grab von Nándor Martinengo, umgeben von einem schmiedeeisernen Zaun, befindet sich im nördlichen Teil des Friedhofsabschnitts III/4.

Inschrift/Symbol:

Nándor Mantinengo / 1822 – 1895 / Auf der Asche des Friedens.

Inventarnummer:

1631

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Pozsony - Malomliget   (Szent András temető - Pray utca - Ondrejský cintorín - Ul. 29 augusta)