Grabmal von Mihály Tompa

Grabmal von Mihály Tompa

Friedhöfe, Grabsteine, Gräber

Mihály Tompa war Dichter, calvinistischer Pfarrer und Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Er wurde 1817 im nahegelegenen Rimaszombat in eine verarmte Adelsfamilie geboren. Nach einer schwierigen, von Verwaisten geprägten Kindheit besuchte er trotz großer Armut und eisernem Willen das Pataki-Kolleg und schloss anschließend sein Theologiestudium mit dem Erwerb des Pfarrdiploms ab. Seine lyrischen Gedichte erschienen Anfang der 1840er Jahre und brachten Tompa bald landesweite Berühmtheit und Anerkennung. Er war zudem eng mit János Arany und Sándor Petőfi befreundet, die in einem Atemzug mit ihm genannt wurden. Ab 1847 wirkte er als Pfarrer in Bején, Gömör. Als Volksheld beteiligte er sich an der Revolution und dem Unabhängigkeitskrieg von 1848/49 und kämpfte in mehreren Schlachten. Der Sturz und seine zunehmend schweren Krankheiten stürzten den Dichter in tiefe Apathie. Ab 1849 wirkte er als Pfarrer in Kelemér und schließlich ab 1852, als er schwer erkrankt war, im wohlhabenderen Hanvá. Wegen seiner Gedichte zur spirituellen Unterstützung des notleidenden Landes (darunter das bekannteste: „An den Storch“) wurde er angeklagt und musste deshalb 1852/53 wochenlange Schikanen vor einem Kriegsgericht ertragen. 1858 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Aufgrund seiner schweren Krankheit bat er um Befreiung vom Pfarramt. Er starb 1868 in Hanvá und wurde dort in dem nahe der Reformierten Kirche angelegten „Schmuckgrab“ beigesetzt. Über dem Grabstein des Nationaldichters, der mit seinem Leben und Tod ein Vorbild war, wurde ein steinerner Obelisk errichtet. Dessen unterer Teil ist würfelförmig und mit einem kunstvollen, buchförmigen Ornament verziert, das auf den literarischen Status des Verstorbenen hinweist. Der Obelisk hat die Form eines Kegelstumpfs und ist mit einem Ornament und einer Inschrift verziert, die einen Lorbeerkranz symbolisieren. Tompas Andenken wurde nach seinem Tod von vielen Menschen bewahrt, insbesondere nach 1867. In seiner Heimatstadt und anderen Siedlungen in Ungarn wurden Schulen und öffentliche Plätze nach ihm benannt, und ihm wurden zahlreiche öffentliche Statuen errichtet, beispielsweise in Rimaszombat, Kelemér und auf der Margareteninsel in Budapest. Auch mehrere Kunstwerke in der Nähe des Grabes in Hanva erinnern an den hier verstorbenen Hirten und Dichter. Auf dem Grabstein ist der zweite Teil von János Aranys Gedicht „Tompas Grabstein“ (1868) eingraviert.

Inschrift/Symbol:

MIHÁLY TOMPA / Geboren am 28. September 1817 in Rimaszombat / † 30. Juli 1868 in Hamván. / Zum glorreichen Andenken der Bewunderer im Kreis Gömör / Natur! Die deinen Tod in tausend Bildern widerspiegelte / Und wie erhebst du dich zu neuem Leben, wenn der Frühling ruht / Nun ruhst du auf deinem Schoß, ein verschleiertes, trauriges Bild. / Wartend auf die große Bedeutung deiner traurigen Geheimnisse: / Umarme sanft deinen treuen Sänger und du, liebe Blumen / Sitzt um sein Bett – erzählt eine melancholische Geschichte. // TOMPA / SÓLDOS EMÍLIA / Gestorben im / 50. Lebensjahr. / 29. November 1880.

Inventarnummer:

3787

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Hanva   (A falu északi részén álló református templom kertjében, az épülettől délre.)