Das Grab von József Takács, dem Leiter der ungarischen Abteilung von Voice of America
Friedhöfe, Grabsteine, Grabstätten
József Takács (Vágfarkasd, 7. Juli 1929 – Washington, 28. November 2013) war Journalist, Radioredakteur und ehemaliger Leiter der ungarischen Abteilung des Radiosenders Voice of America. Er besuchte das Gymnasium in Érsekújvár. 1947 wurden er und seine Eltern im Rahmen des Bevölkerungsaustauschs nach Ungarn umgesiedelt. Bis 1950 lebte er in Tótkomlós. Anschließend arbeitete er bis Mai 1955 in der Budapester Werkzeugmaschinenfabrik. Ab Sommer 1956 war er als Journalist tätig. Seine Artikel erschienen in der Zeitung „Esti Budapest“. Am 4. November 1956 kehrte er von einer Reportagereise nicht in die Hauptstadt zurück, sondern überquerte die Grenze nach Österreich bei Sopron. Im Dezember emigrierte er in die Vereinigten Staaten, wo er sich an der Organisation ungarischer Flüchtlingsstudenten beteiligte. Von 1962 bis 1964 war er Präsident der Nordamerikanisch-Ungarischen Universitäts- und Hochschulvereinigung. Er studierte ab 1958 Geschichte an der University of Oregon und erwarb dort 1962 seinen Master-Abschluss. 1964 zog er nach Washington und arbeitete für den Radiosender Voice of America. Ab 1969 war er stellvertretender Leiter der Ungarisch-Abteilung und von 1972 bis 1988 deren Direktor. Anschließend leitete er die Europa-Abteilung. 1994 ging er in den Ruhestand.