Das Grab von Imre Karátsony
Friedhöfe, Grabsteine, Gräber
IMRE KARÁTSONY (Réte, 24. Juni 1928 – Bratislava, 3. April 1985), Musiklehrer und Dirigent. Er wuchs in Réte auf und absolvierte seine Schulausbildung in Szentendre, Komárom, Érsekújvár und Bratislava. Anschließend schloss er die dreijährige Dirigentenausbildung am Bezirksinstitut für Volkskultur in Bratislava ab. 1951 wechselte er an die ungarischsprachige Grundschule in Bátorkesz. Dort gründete er mit älteren Schülern seinen ersten Chor, der einstimmige Volkslieder mit Akkordeonbegleitung sang. Ab 1958 war er als Chorleiter aktiv: Er leitete drei Chöre – den Kinderchor, den Oberstufenchor und den Erwachsenenchor, in dem er sangbegeisterte Dorfbewohner zusammenbrachte. Der Kinderchor der Schule gewann unzählige erste Preise bei Bezirks- und Regionalwettbewerben und nahm regelmäßig an den alle drei Jahre stattfindenden Galántai-Kodály-Tagen teil, wodurch er die Möglichkeit erhielt, bei verschiedenen Kulturveranstaltungen aufzutreten. Imre Karátsony fertigte regelmäßig Aufnahmen der erlernten Lieder des Schulchors und der Solisten an, die im Laufe der Jahre zufällig wiederentdeckt und mit moderner Technik bearbeitet wurden. Einmal besuchte auch der Budapester Musikredakteur des Ungarischen Rundfunks den Chor, machte eine Aufnahme und spielte sie in sein Radioprogramm ein. Sein Name wurde mit der ungarischen Grundschule in Bátorkesz verbunden, wo er 34 Jahre lang bis zu seinem Tod wirkte. Er erzog seine Schüler zu Ehre, Ehrlichkeit und Respekt. Sie liebten ihn für seine Offenheit und Aufrichtigkeit, und er war im ganzen Land als gütiger und bescheidener Mensch bekannt. Er liebte seine Arbeit sehr; sie war für ihn keine Last, sondern eine Notwendigkeit, die dem Wohl der Menschen diente. Er war stets hilfsbereit und selbstlos und widmete sein ganzes Leben der Schule und der Erziehung der jungen Generation. Er war Gründungsmitglied und bis zu seinem Tod ständiges Mitglied des Zentralchors Ungarischer Lehrer in der Tschechoslowakei. Er engagierte sich aktiv in der Kulturarbeit der örtlichen Csemads-Organisation, unter anderem als Chorleiter und Schatzmeister. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen: 1963 und 1969 wurde ihm anlässlich des Lehrertags ein Bezirkspreis verliehen, und 1979 wurde ihm in Anerkennung seiner bisherigen Verdienste vom slowakischen Kulturministerium der Titel „Verdienter Kulturarbeiter“ verliehen. Am 6. Juni 2010 fand im Kulturzentrum Bátorkesz anlässlich seines 25. Todestages eine Gedenkfeier statt, bei der der Karátsony-Imre-Chor, bestehend aus ehemaligen Schülern und bis heute aktiv, auftrat. Sie besteht aus ehemaligen Solisten, die bei verschiedenen Gesangswettbewerben Preise gewonnen und damit dem Lehrer und der ungarischen Schule Freude und Ruhm gebracht haben.