Das Grab von Dezső Krocsány
Friedhöfe, Grabsteine, Gräber
Er wurde am 17. Mai 1925 in Kislég geboren. Nach dem Abschluss der Grundschule absolvierte er eine Schreinerlehre. 1944 zog er nach Budapest und arbeitete dort als Hilfsarbeiter. Noch im selben Jahr kehrte er nach Csallóköz zurück. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er zunächst als Schreinergehilfe in Bratislava und anschließend als Vorarbeiter bei der Tschechoslowakischen Baugesellschaft. Die damals regierende Kommunistische Partei der Tschechoslowakei schickte Dezső Krocsány zu einem einjährigen politischen Lehrgang. Im Anschluss daran war er von 1952 bis 1954 Direktor der Firma Stavomontáž. In den folgenden Jahren war er Vorsitzender des Bauausschusses des Nationalkomitees des Westslowakischen Bezirks und leitete anschließend die Wirtschaftsabteilung des Westslowakischen Bezirkskomitees der Kommunistischen Partei der Slowakei. Darüber hinaus bekleidete er zahlreiche staatliche, parteipolitische und öffentliche Ämter. Er war Regierungsbeauftragter für die Hochwasserkatastrophe von Csallóköz 1965 und wurde zum Ehrenbürger der vom Hochwasser betroffenen Stadt Nagymegyer ernannt. Er war Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (1968) und jahrzehntelang des Zentralkomitees und des Präsidenten der Csemads. Er war Arbeits- und Sozialminister der Slowakischen Sozialistischen Republik und wurde anschließend zum Abgeordneten des Slowakischen Nationalrats und dessen Vizepräsidenten gewählt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Verdienstorden für Arbeit (1955), den Orden für hervorragende Arbeit (1965) und die Goldene Gedenkmedaille des Zentralkomitees der Csemads. Er war in den südlichen Bezirken der Slowakei, insbesondere aber in seiner Heimat, sehr beliebt und geachtet. Oftmals leistete er jungen Ungarn, Schülern und Studenten moralische Unterstützung. Er starb am 3. Oktober 1991. Er ist in Légen (Szaszon) begraben.