Das Grab des Musikers Ernő Patkoló
Friedhöfe, Grabsteine, Gräber
Er wurde als drittes von fünf Kindern von Lenke Farkas und Ernő Patkoló geboren. Als Sohn einer ungarischen Musikerfamilie war er seinem musikalischen Schicksal nicht entronnen. Zunächst spielte er Geige im Orchester seines Vaters bei Hochzeiten und anderen Festen in Vága und später, dank seines musikalischen Talents, in der ganzen Welt. Seine Schulausbildung begann er in seinem Heimatdorf an der ungarischsprachigen Grundschule, die ab dem Schuljahr 1953/54 den Namen „Vágaer Achtjähriges Gymnasium“ trug. Anschließend studierte er am Konservatorium in Žilina bei Bohumil Urban. Danach besuchte er die Janáček-Musikakademie (JAMU) in Brünn, wo Antonín Moravec sein Klassenlehrer war. Nach seinem Abschluss an der JAMU wurde er am 1. August 1974 Konzertmeister des neu gegründeten Staatlichen Symphonieorchesters Žilina. Als Konzertmeister und Solist konzertierte er mit dem Orchester in ganz Europa und feierte Erfolge in Japan, den USA und Brasilien. Ab 1979 war er als Musiklehrer und Musiker im Ausland tätig – in Kuwait, im Irak und in der Türkei, wo er acht Jahre lang als Konzertmeister der Istanbuler Staatsoper wirkte. 1994 kehrte er in die Slowakei zurück und war von der Saison 1994/95 bis Ende 2009 zweiter Konzertmeister der Violinen im Staatlichen Symphonieorchester Žilina. 1997 wirkte er als Mitglied des Orchesters bei der Uraufführung von Jef Maes’ „Meditation für Violine und Orchester“ in Belgien mit. Im September 2003 spielte er als Solist des Staatlichen Symphonieorchesters Žilina Ilja Zeljenkas „Musica Slovaca“ an der Königlichen Oper in Brüssel. Als Violinsolist war er Mitglied mehrerer Symphonieorchester: des Klavírne Trios ŠKO Žilina und des Archi di Slovakia. Er unterrichtete außerdem Violine am Konservatorium Žilina. In seinen letzten Lebensjahren konzertierte er als freischaffender Musiker in der Schweiz. Unten: Der Grabstein seiner Eltern auf dem Friedhof Vága.