Das Grab von Dr. Sándor Markó, königlicher Notar
Friedhöfe, Grabsteine, Grabstätten
Sándor Markó, Rechtswissenschaftler und königlicher Notar, wurde 1847 in Rozsnyó geboren. Er war kurze Zeit als Parlamentsstenograf tätig, ließ sich aber nach seinem Jura-Abschluss in Rimaszombat nieder. 1875, mit der Gründung des königlichen Notariats, bewarb er sich um eine Notarstelle und wurde daraufhin zum königlichen Notar in Rozsnyó ernannt. Er war einer der Gründer der Königlichen Notarkammer von Košice. Als Rechtsautor veröffentlichte er Artikel zu praktischen Fragen der notariellen Arbeit. Eines seiner Werke war die Verfassung der Lutherischen Kirche mit dem Titel „Kirchengesetzgebung“. Er verfasste außerdem die 25-jährige Geschichte der Königlichen Notarkammer von Košice. Neben seiner Tätigkeit als Notar engagierte sich Sándor Markó auch aktiv im gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt Rozsnyó. Zwischen 1875 und 1912 war er Mitglied des Schulrats des Evangelischen Gymnasiums in Rozsnyó, ab 1875 Mitglied des Stadtrats, von 1886 bis 1893 Leiter der Evangelischen Kirche in Rozsnyó und von 1896 bis 1906 Präsident der Sparkasse und des Pfandhauses in Rozsnyó. Ab 1893 war er Präsident des Rozsnyóer Gesellschaftsklubs und des Rozsnyóer Casinos. 1905 hielt er als Vorsitzender des Bildhauerkomitees eine Festrede bei der Einweihung des Denkmals für Franciska Hablavetz, geborene Graf Dénesné Andrássy. 1907 beteiligte er sich aktiv an der Errichtung des Kossuth-Denkmals in Rozsnyó und an der Organisation der Gedenkfeier für Ferenc II. Rákóczi. Die Ungarische Nationale Notarkammer ehrte ihn mit dem 2007 ins Leben gerufenen Markó-Sándor-Preis. 2011 erschien das Buch „Der erste Notar von Rozsnyo“, das sein Leben und Werk würdigt. Es wurde von Gábor Rokolya verfasst. Am 7. September 2012, dem 100. Todestag von Dr. Sándor Markó, wurde im Rákóczi-Haus in Rozsnyo eine Gedenktafel enthüllt. Am 24. Februar 2017 wurde seine Statue im Notarhaus in Budapest (8. Bezirk, Stróbl Alajos utca 3/b) enthüllt.