Grabmal von Lajos Tóth, dem Schlüsselhalter des Herrenhauses
Friedhöfe, Grabsteine, Gräber
Der Gutsverwalter, seltener auch Gutsgouverneur, Gutsdirektor, Ispán, Kassierer oder Schlosser genannt, war bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine allgemein qualifizierte Person, die im Auftrag des Eigentümers die Verwaltung großer Güter und Herrenhäuser übernahm. Ende des 18. Jahrhunderts gründete György Festetics in Keszthely das Georgikon zur Ausbildung von Gutsverwaltern. Hundert Jahre später, im Jahr 1900, regelte ein Gesetz das Rechtsverhältnis zwischen Eigentümer und Gutsverwalter. Dieses Gesetz besagte: „1. § Ein Gutsverwalter ist jemand, der gegen Entgelt vertraglich die routinemäßigen Aufgaben der wirtschaftlichen Verwaltung, der Bewirtschaftung oder der Kontrolle auf dem Hof einer anderen Person übernimmt. 24. § Nur zertifizierte Gutsverwalter dürfen in Staatsgütern als Gutsverwalter eingesetzt werden. Ein zertifizierter Gutsverwalter ist ein ungarischer Staatsbürger mit einem (eingebürgerten) Diplom oder Hochschulabschluss einer ungarischen Wirtschaftshochschule oder eines Instituts für Wirtschaftspädagogik.“