Das Gemeinschaftsgrab der im Februar 1849 gefallenen Soldaten
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Betritt man den öffentlichen Friedhof und biegt rechts ab, befindet sich neben der Friedhofsmauer der von einem gusseisernen Zaun geschützte Bereich. Dort wurde ein großer Stein auf die Gräber der gefallenen Soldaten gelegt. An dessen Unterseite war eine schildförmige, gusseiserne Gedenktafel angebracht. Im historischen Zipfel (Zipš) fanden mehrere Schlachten des Winterfeldzugs von 1849 statt, an die die Nachwelt verschiedene Denkmäler errichtete. Die Kriegsdenkmäler von Levoča und Iglő wurden beschädigt und schließlich (am 16. März 1919) zerstört, das Denkmal von Spiš Szombathely wurde verändert. Nur die Grabsteine zu Ehren der Helden der Schlachten von Iglő und Braniszko sind in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben. Diese Grabsteine wurden vor einigen Jahren von Teilnehmern der Radtouren zum Nationalen Kulturerbe wiederentdeckt. Am 2. Februar 1849 kämpften über 5.000 Soldaten General Guyons in einer großen Schlacht um die Verteidigung der Stadt Igló gegen die in Levoča lagernden kaiserlichen Truppen. Die Schlacht endete mit dem Sieg der Guyons. Im Februar 1849 wurden die 67 gefallenen Soldaten in einem Massengrab beigesetzt. Eine Gedenktafel wurde an dem großen Granitblock über dem Grab angebracht. Lange Zeit wurde das Grabmal von ungarischen Gymnasiasten aus dem Hochland, Teilnehmern der Mobilen Universität des Patriotismus, gepflegt. Später schlossen sich ihnen die Bürger von Igló an und bewahren das Grabmal in den letzten Jahren ebenfalls vorbildlich in einem guten Zustand. Trotz ständiger Pflege verschwand die bronzene Gedenktafel 2003 vom Granitfelsen. 2009, zum 160. Jahrestag der Schlacht von Igló, setzte sich László Köteles, Parlamentsmitglied, Vizepräsident der Csemadok und Hauptorganisator der Mobilen Universität für Heimatwissen, für die Restaurierung des Grabmals und die Wiederanbringung der Gedenktafel ein und übernahm diese Aufgabe. In Zusammenarbeit mit Kunsthistorikern aus Košice fertigte Köteles auf eigene Kosten eine Kopie der Originaltafel an. Die feierliche Wiedereinweihung der Gedenktafel fand am 21. Mai 2010 auf dem Friedhof von Igló im Beisein von Schülern der ungarischen Gymnasien Szeps und Rozsnyó statt. Bei der Gedenkveranstaltung betonte László Köteles, dass es nun in der Verantwortung der jüngeren Generation liege, dafür zu sorgen, dass die Denkmäler, die unsere Vergangenheit und Werte bezeugen, an ihren ursprünglichen Standorten bleiben. Unsere Erinnerungen beweisen, dass die Grenzen unserer Geschichte und Kultur nicht mit den heutigen ethnischen Grenzen übereinstimmen.