Das Denkmal für die Märtyrer von Arad in Révkomárom

Das Denkmal für die Märtyrer von Arad in Révkomárom

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Über anderthalb Jahrhunderte lang besaß das alte Komárom kein öffentliches Denkmal zum Gedenken an die Märtyrer von Arad – und als wichtige Festung im Unabhängigkeitskrieg und als Stadt, die später um die Märtyrer von Arad trauerte, hätte es eines verdient. Der 1911 gegründete, 1945 aufgelöste und im Jahr 2000 neu gegründete Verein für öffentliche Bildung und Museen Jókai beschloss Anfang der 2000er Jahre, ein Denkmal zu errichten. Trotz Bewerbungen an verschiedenen Standorten in zwei Bundesstaaten fand das Projekt jedoch keine Unterstützung. Das Denkmal wurde schließlich durch Spenden der Bevölkerung, die Ausgabe von 100-Kronen-Scheinen aus Ziegelsteinen und Spenden lokaler Unternehmen realisiert. Seine Geschichte ist interessant: Ursprünglich war das ca. Der drei Meter hohe Obelisk aus rotem Marmor, ein Werk des Steinmetzes Boldizsár Rysavy, wurde am 6. Oktober 2004 eingeweiht. In seinen Sockel wurde der Appell des Jókai-Vereins an künftige Generationen eingraviert. Die Reliefporträts der beiden Arader Märtyrer, die eng mit Komárom verbunden waren und ebenfalls aus rotem Marmor gefertigt sind, wurden ein Jahr später, am 6. Oktober 2005, auf dem Obelisken angebracht und feierlich eingeweiht. Diese beiden Porträts gleicher Größe und Darstellungsform stammen vom Bildhauer János Nagy. Die Generäle Ignác Török und János Lenkey waren die Kommandanten der uneinnehmbaren Festung Komárom während des Unabhängigkeitskrieges von 1848-49 (Török diente dort ab Herbst 1848, wurde Mitte Januar 1849 Kommandant, Lenkey war Kommandant vom 15. März bis zum 20. April 1849, sein Nachfolger Richárd Guyon emigrierte Mitte August 1849 in die Türkei und entging so einer Strafverfolgung). György Klapka, der nach der Kapitulation von Világos in Komárom blieb, ergab sich schließlich mit seiner Armee im Austausch für einen freien Rückzug. Ignác Török war einer der „Dreizehn von Arad“, wie wir in der Schule gelernt haben. Er wurde zum Tode durch den Strang verurteilt und am 6. Oktober 1849 hingerichtet. János Lenkey, der mit seinen Kameraden in Arad inhaftiert war und sie um einige Monate überlebte, wurde nicht getötet, weil er im Gefängnis den Verstand verlor.

Inschrift/Symbol:

1849 / ARAD // JÁNOS LENKEY / IGNÁC TÖRÖK // JÓKAI ASSOCIATION / MMIV // NJ. / MMV / T. I. // L. J. / NJ. / MMV // ließ es einrichten / Boncsek / Ede / 2004

Inventarnummer:

1789

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Komárom   (Vnútorná okružná 176/1. Az Angol-parkban, néhány lépésre az egykori Tiszti Kaszinótól.)