Nagysalló-Denkmal des Unabhängigkeitskrieges
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Am 19. April 1849 besiegte Damjanich hier die Truppen von Generalleutnant Ludwig von Wohlgemuth, die die Nitra-Linie verteidigten. Eine der bedeutendsten Schlachten des Ungarischen Unabhängigkeitskrieges von 1848/49 fand zwischen der ungarischen Nationalgarde und den kaiserlichen Truppen bei Nagysalló im Hölvény-Wald statt. Die ungarische Nationalgarde unter General György Klapka errang in Straßenkämpfen einen heldenhaften Sieg über die zahlenmäßig überlegenen kaiserlichen Truppen. 1876 wurde im Ortskern ein Denkmal zum Gedenken an die etwa 1400 gefallenen Nationalgardisten und als Zeichen des Respekts für den errungenen Sieg errichtet. Im Jahr 1861 entstand im Komitat eine Bewegung zur Errichtung einer Säule zum Gedenken an jenen glorreichen Tag, an dem der Freiheitskampf von 1848/49 seinen Höhepunkt erreichte. Denn am Tag des Sieges vom 19. April 1849 war die ungarische Freiheitsbewegung auf ihrem Höhepunkt. Regelmäßige Spendenaktionen wurden unter der Leitung von Vilmos Migazzi, dem Oberrichter, begonnen. Er war Vorsitzender des Denkmalkomitees und blieb es auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt. Sein unermüdlicher Einsatz, sein dem patriotischen Anliegen würdiger Enthusiasmus und seine Opferbereitschaft führten zum Erfolg. Das Denkmal wurde am 5. Juni 1876 in einer feierlichen Zeremonie der patriotischen Gemeinde übergeben. Dieser herausragende Erfolg des Unabhängigkeitskrieges, bei dem das Bars-Bataillon den schönsten Teil des Siegesordens errang, wird am höchsten Punkt der Stadt durch einen 9,5 Meter hohen Obelisken aus Mauthausener Granit verkündet, dessen Spitze von einem Bronzekranz umgeben ist. Eine heitere Begebenheit ist mit der Enthüllung der Statue verbunden. Graf Vilmos Migazzi, Vorsitzender des Denkmalkomitees, lud persönlich die Honoratioren des Landes zur Zeremonie ein. Er besuchte auch Béla Szende, den damaligen Verteidigungsminister. Zwischen ihnen entwickelte sich ein angeregtes Gespräch, in dem Szende begeistert von seinem Sieg bei Saló erzählte. „Es war ein wunderschöner Tag“, sagte der Minister. „Ich war dabei und habe an unserem Angriff auf den Wald teilgenommen, den die Österreicher ebenfalls hartnäckig verteidigten.“ „Das ist der Hölvény-Wald“, unterbrach Migazzi, „den das Jagdbataillon besetzt hielt.“ „Wie das?“, fragte der Minister. „Sie waren also auch dabei?“ „Ja“, antwortete Migazzi, „ich war dort, im Wald.“ Szende umarmte seinen Gast.