Denkmal zur Schlacht von Zsigárd

Denkmal zur Schlacht von Zsigárd

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Die bedeutendsten Ereignisse in der Umgebung des Dorfes trugen sich während des Unabhängigkeitskrieges von 1848/49 entlang der Waag zu. General Artúr Görgej befehligte das I., II. und III. Armeekorps in Richtung Waag, um vor der Intervention des russischen Zaren die Verteidigungslinie der kaiserlich-königlichen Armee zu durchbrechen. Die Operation begann am 6. Juni 1849. Entlang der Waag sollte die Armee den Feind bis nach Bratislava verfolgen. Da das Gebiet um die Waag sehr sumpfig und schwer passierbar war, schien die Route Királyrév – Zsigárd – Farkasd für eines der Armeekorps am besten geeignet. Doch dort lagerte die Armee von Oberst Gustav von Pott. Um Zsigárd so schnell wie möglich einzunehmen, befahl General Lajos Asbóth in der Nacht vom 15. auf den 16. Juni einer von Samu Rakovszky geführten Spezialeinheit, hinter die Kis-Donau vorzustoßen, Farkasd einzunehmen, den Brückenbau zu sichern und die Armee im Flankenangriff zu unterstützen. Am Morgen des 16. Juni erreichte Asbóth Zsigárd über Királyrév und vertrieb Rotts Einheit. Wohlgemuth schickte jedoch eine weitere Einheit zu Potts Hilfe, und die zahlenmäßig überlegene Streitmacht wehrte Asbóths Angriff ab. Vergebens wartete Asbóth auf Knézich, der sich aufgrund eines irreführenden Befehls nicht einmal traute, die Vág zu überqueren. Am Nachmittag erreichte lediglich Rakovszkys Spezialeinheit Zsigárd, doch dies genügte, um die kaiserlichen Truppen aufzuhalten. Asbóth zog sich nach Aszódpuszta zurück, Rakovszky nach Negyed. Schließlich wurde nur die Brücke über die Waag errichtet. Die Schlacht bei Zsigárd endete somit erfolglos, doch den Ungarn standen danach noch schwere Kämpfe bevor. Wenige Tage später, am 20. und 21. Juni 1849, fand die Schlacht bei Pered statt, und parallel dazu eine kleinere Schlacht bei Királyrév. Diese Schlachten endeten mit der Niederlage der ungarischen Armee: Trotz heldenhafter Entschlossenheit konnten die Ungarn der Übermacht der kaiserlichen Truppen, verstärkt durch die russische Armee, nicht standhalten. Die sich zurückziehende kaiserliche Armee setzte Zsigárd in Brand. Das steinerne Denkmal zur Schlacht bei Zsigárd vom 16. Juni 1849 steht inmitten der malerischen Umgebung des Hauptplatzes und wurde am 12. Juni 1999 im Rahmen der V.-Zsigárd-Tage enthüllt. Es wurde von dem aus Tschechien stammenden Einheimischen Čenek Žiaček geschaffen. Auf dem Denkmal symbolisiert der Drache die Monarchie, gegen die der Adler, Sinnbild für Freiheit und Hoffnung – also die Revolution – kämpft. Die Revolution wurde niedergeschlagen, doch die Monarchie gezähmt: Der Adler bezwang den Drachen. Die Schlange ist ein warnendes Symbol: Freiheit ist nicht ewig, sie muss immer wieder erkämpft werden. Seitdem gedenkt Zsigárd jedes Jahr gemeinsam mit den Bürgermeistern der Region, den Vorsitzenden der Ungarischen Koalitionspartei, dem Delegierten der Auslandsvertretung Bratislava, den Vorsitzenden lokaler Organisationen und den Einwohnern des Freiheitskampfes und legt am alljährlichen Dorffest Kränze nieder. Auch die Teilnehmer des Lichterzugs am 6. Oktober stellen hier ihre Kerzen zum Gedenken an die Dreizehn von Arad auf.

Inschrift/Symbol:

1849 / 1999

Inventarnummer:

3464

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Zsigárd   (a falu központjában)