Das Bettlerhaus
Gebäude, Struktur
Das eingeschossige, historisierende und eklektische Haus, gelegen in einer geschlossenen Häuserzeile nördlich der St.-Elisabeth-Kathedrale an der Ostwand des Hauptplatzes, wurde um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, im Jahr 1898, erbaut. Zu den spektakulärsten Verzierungen des Gebäudes zählen die Stuckornamente an den Tür- und Fensterrahmen sowie den Konsolen des Balkons im ersten Stock. Sie zeigen Greifen, Löwenköpfe, Füllhörner und andere Figuren. Besonders hervorzuheben ist das mittig über der Fensterreihe im ersten Stock angeordnete Bildfeld, das von einem geschwungenen Volutengesims abgeschlossen wird. Von den allegorischen Figuren des Freskos ruht die Hand ganz rechts auf einem Schild mit dem Wappen von Košice. Das bekannteste Wahrzeichen des Gebäudes ist jedoch die Statue auf dem reich verzierten, gliederten Tympanon, das die Fassade krönt. Die Statue des sich verbeugenden und den Hut abnehmenden Bettlers ist mit einer bekannten Legende verbunden: Ende des 19. Jahrhunderts gelang es einem Bettler aus Košice, zum Erstaunen seiner Zeitgenossen genug Geld für den Bau dieses Hauses zu sammeln. Er schmückte sein Haus mit der Statue als Mahnmal für die Wechselfälle des Lebens und des Schicksals. Heute wird eine kleinere Version dieser Statue auch als Preis beim jährlichen Fernsehfilmfestival in Košice verliehen.