Augustine Christian, ab Hortis

Augustine Christian, ab Hortis

Sonstige - andere

* Neisse, 6. Dezember 1598 – † Kakaslomnic, 21. August 1650 / Arzt, Naturforscher; Er erhielt 1620 seinen Doktortitel in Basel und praktizierte kurz in der Schweiz und anschließend in Schlesien. 1622 wurde er Stadtarzt in Keszthely, verwitwete jedoch im folgenden Jahr und zog 1626 mit seiner zweiten Frau nach Kakaslomnic. Bald darauf wurde er Leibarzt von Kaiser Ferdinand II. in Wien. 1631 gründete er in Wien einen botanischen Garten, wofür ihn der Kaiser mit dem Titel eines ungarischen Adligen und dem Vornamen ab Hortis auszeichnete. Nach dem Tod des Kaisers 1637 kehrte Augustini nach Kakaslomnic zurück, obwohl er unter Ferdinand III. weiterhin den Titel des Leibarztes trug. Neben der Medizin widmete er sich auch der Botanik und Mineralogie und unternahm häufig Reisen in die Tatra. Im Jahr 1640 begann er mit der Herstellung des sogenannten ungarischen Balsams aus Zwergkiefernöl und später des Karpatenbalsams aus Wacholderöl. Lange Zeit galten diese Mittel als eine Art Wundermittel, und er selbst schrieb gern darüber. Wir wissen, dass er auch ein Buch über diese Präparate mit dem Titel „De Balsamo Hungariae Carpathico“ verfasste, das jedoch nie gedruckt wurde und dessen Manuskript Jahrzehnte später verloren ging. Sein Werk über ungarische Edelsteine, „De gemmis Hungariae“, erlitt ein ähnliches Schicksal. Es gibt Vermutungen, dass die Werke auf Deutsch veröffentlicht wurden oder dass die Manuskripte irgendwo in Polen versteckt sind, doch dies lässt sich weder bestätigen noch widerlegen. Gleichzeitig ist es eine Tatsache, dass mehrere Personen das Manuskript über die Balsame gelesen haben könnten, da es wörtlich zitiert wird.

Inventarnummer:

11700

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Kakaslomnic